#2: Rituale auf dem Beuerhof – zwischen Tradition, Natur und innerer Erfahrung
Shownotes
„Die Schwitzhütte ist kein Wellness-Ritual, sondern eine Einladung zu einem anderen Sein“, erklärt Holger Scholz in dieser zweiten Podcastfolge über den Beuerhof in der Eifel.
Im Gespräch mit Moderatorin Birgit Eschbach erzählen Dieter Scholz und sein Sohn Holger von gelebter Familiengeschichte, Naturverbundenheit und der tiefen spirituellen Praxis der Schwitzhütte. Dabei wird deutlich: Der Beuerhof ist nicht nur ein Ort – sondern ein Erfahrungsraum über Generationen hinweg.
Themen dieser Episode:
- Familiengeschichte und Leben auf dem Beuerhof
- Kindheit in der Natur und Verbundenheit mit dem Ort
- Ursprung und Bedeutung der Schwitzhütte
- Lakota-Traditionen und Weitergabe durch Lehrmeister
- Führung als dienende Haltung („Hollow Bone“)
- Gemeinschaft, Rituale und persönliche Transformation
- Integration von Erfahrungen in den Alltag
Ausblick Folge 3:
- Visionssuche
- Visionquest
- Háŋbléčheya
Fragen oder Feedback zum Beuerhof? Hier findest Du weitere Infos: https://www.beuerhof.info Oder schreib uns gerne eine E-Mail an: holger.scholz@beuerhof.info
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company:https://www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:11: So, und schon sind wir in einer zweiten Podcast-Folge über den Beuerhof.
00:00:15: Wir haben in Folge eins darüber gesprochen wie der Beuerhof zu Dieter Scholz gekommen ist Wie er diesen tollen Ort In der Eifel gefunden hat was dort passiert ist Und was auch so die Highlights wenn wir das mal sagen dürfen Die Highlights des beuerhofes sind.
00:00:35: wir haben über die schwitzhütte gesprochen wir haben Über indiana gesprochen Wir haben über die Erfahrungen auch der Familie gesprochen, wie es ist als Stadtkinder dann an den Wochenenden rauszufahren in die Eifel und so mit der Natur verbunden zu sein.
00:00:52: Und genau das möchten wir heute nochmal ein bisschen verstärken.
00:00:55: Wir werden gleich Holger Scholz, Dieter Sohn mit in der Podcastfolge haben.
00:01:01: Zunächst einmal lieber Dieter Wie war denn so die Resonanz auf die erste Folge?
00:01:06: Ja, wir haben ja zunehmend also immer wieder Menschen hier auf dem Platz, die dann kommen und sagen ja wir haben einen Podcast gelesen.
00:01:17: Ich muss halt so gleich wieder sagen ich begrüße die Leute immer mit dem ah da bist du ja!
00:01:21: Du warst schon mal hier und die waren noch gar nicht hier.
00:01:26: Ja jetzt weiß ich warum du mich so begrüßt denn ich habe dein Podcast gehört.
00:01:30: Ach
00:01:30: wie toll!
00:01:31: Also die Resonanz ist vielschichtig sehr neugierig auch
00:01:37: Und das können wir dann ja vielleicht gerade mal aufklären, was es da Aufsicht hat mit der Begrüßung.
00:01:43: Schön dass du wieder da bist.
00:01:44: so bist du bei deinem allerersten Besuch auf dem Baujahrhof von den Vorbesitzer begrüßt worden.
00:01:51: Richtig ich habe den... Wir kennen uns ja nicht!
00:01:54: Ich hab' den Termin über den Bürgermeister des Ortes gemacht und bin dann hier nichts ahnen zum Baujahof gekommen.
00:02:00: und dann kommt so ein älterer Mensch auf mich zu Und begrüßt mich mit den Worten, ah da bist du ja.
00:02:07: Du warst lange nicht hier und ich dann ganz konsterniere Ich war noch nicht da doch doch sagt er du warst schon da aber du wirst schon auch feststellen dass du schon da warst.
00:02:15: Ja das war so meine erste Begrüßung wo ich gedacht habe wie ist der denn drauf?
00:02:20: Also das waren für mich ein Moment den ich eigentlich erst Jahre später richtig erfassen konnte.
00:02:29: Ich finde das sehr schön, also diese Folge ist lohnt sich auf jeden Fall auch in die Folge eins reinzuhören.
00:02:34: Ich find es aber auch sehr schön dass du dieses Ritual weiter fortführst und dass du diese Verwunderung dir diese erste Begrüßung auslöst ja dieses erste Ankommen direkt mit einem Satz über den man nachdenkt, der einem aber auch eine Verbundenheit ausdrückt.
00:02:52: Dieses wir kennen uns du warst schon hier.
00:02:55: schön dass du wieder da bist.
00:02:57: das ist ja etwas von Nachhause kommen zu bedeuten und großartig dass du das weiter fortführst.
00:03:07: und wenn das jetzt nicht mal auch eine großartige moderative Brücke ist mit dem nach Hause kommen.
00:03:14: wie
00:03:14: lieber Dieter war das eigentlich?
00:03:18: In den Anfangszeiten des Bauernhofes für deine Kinder, als Sie mit deiner Frau in die Eifel gefahren sind an den Wochenenden.
00:03:27: Wie haben sie darauf reagiert?
00:03:30: Wir haben ja, als wir den Hof gekauft haben und das erste Mal zum Bauernhoff kamen war da schon ein Überraschungseffekt.
00:03:39: warum?
00:03:39: weil der Vorbesitzer sich es nicht nehmen lassen uns am vierten September, Vormittags um halb elf oder halb zwölf hier zu begrüßen.
00:03:50: Und was hat er gemacht?
00:03:52: Der hatte vorher sich eine Frau aus dem Dorf engagiert, die hat uns einen Mittagessen vorbereitet, Gänsebraten mit Rotkohl und Klössen – das hat der uns im Hof serviert!
00:04:01: Großartig!
00:04:02: Nichts ahnen kommen wir und werden an eine gedeckte Tafel gesetzt.
00:04:06: Großartige!
00:04:08: Jetzt die Frage mit den Kindern.
00:04:10: Ich könnte mir vorstellen, wenn ich meine Kindheit denke und meine Eltern hätten an den Wochenenden gesagt es geht raus aufs Land dass sich vielleicht erstmal gar nicht so begeistert gewesen wäre weil doch das Wochenende die Zeit ist wo man endlich mal Zeit hat mit den Freunden zu spielen.
00:04:25: Zumindest der Samstag, die Sonntag waren ja früher heilig.
00:04:28: Da durfte man... Ich weiß nicht wie es bei euch war, aber da durfte mal gar nicht mit anderen Kindern spielen!
00:04:33: Da hat man was in der Familie gemacht.
00:04:34: Aber war das direkt so ein sich wohlfühlen und sich darauf freuen?
00:04:39: Oder haben die Kinder gesagt auch müssen wir da schon wieder hin?
00:04:42: Ja nein also die Kinder waren ja noch in einem sehr jungen Alter vier fünf sechs Jahre alt Und haben eigentlich auf dem Baujahrhof etwas erlebt oder etwas bekommen.
00:04:55: Was man heute sagen will, das war eine versteckte Sehnsucht.
00:04:59: Wir sind hier rausgekommen in die Vulkaneifel auf den Beurhof und haben das Gefühl gehabt alle gemeinsam das Gefühl gehabt Hier sind wir zu Hause Und meine Kinder haben nie zu keiner Zeit irgendwann mal gemord oder gemeckert auch später nicht weil für der beur Hof war für uns allen ein Anker ein Lebensanker Dadurch, dass wir in der Stadt lebten und unter der Woche Kinder in die Schule dann gingen.
00:05:25: Und ich mein Beruf gemacht habe meine Frau Nebenjob gemacht hat.
00:05:29: Wir waren froh immer wieder rauszukommen einzutauchen In dieses natürliche Sein auf dem Beuerhof und das hat uns gut getan.
00:05:38: Meine Kinder hatten jeder ein Pferdchen gehabt und haben ihre Reitausflüge in dagegen gemacht.
00:05:44: Also es war eine ganz große Verbundenheit da die uns alle auch in diesem Platz richtig gefestigt hat.
00:05:52: Und das ist jetzt ja auch schon ein paar Jahre her, wir ... Die Hörer können Holger jetzt nicht sehen aber Holger hat bereits die ersten grauen Haare d.h.
00:06:02: dieses vierte-fünfte-sechste Lebensjahr.
00:06:04: Das ist schon ein bisschen was her.
00:06:06: Holger schön dass du heute mit dabei bist und auch mal aus deiner Sicht darüber sprechen kannst wie der Beuerhof für dich war und was er heute für dich isst.
00:06:16: Ja, ganz lieben Dank für die Einladung.
00:06:18: Für mich natürlich was ganz Besonderes hier mit dir und meinem Liebenvater da mal ein bisschen etwas zu teilen!
00:06:26: Für mich und meine Schwester Evie – wir waren nur ein Jahr auseinander oder sind nur ein ja auseinander war das ein Paradies.
00:06:34: also wir hatten explizit im Unkental.
00:06:37: Das ist das Tal daneben eine Wasserlandschaft, wo wir immerhin gingen die wir das Paradies genannt haben.
00:06:44: vom Forellen fangen mit der Hand liebe Birgit haben wir ja schon gesprochen.
00:06:49: also dieses eintauchen in die Elemente dieses mit den Pferden mit den Ponys ohne Sattel ne?
00:06:56: In den siebziger Jahren, vierhensiebzig und fünfundsebzig da war ja noch nicht viel los in der Eifel Da waren wir richtige verwilderte Kinder.
00:07:07: Und da war auch immer viel zu tun auf dem Beuerhof, das heißt wir konnten den ganzen Tag mit den Pferden unterwegs sein oder haben in jeder Himmelsrichtung eine Baumbude gehabt und haben unsere Eltern dann eingeladen mit einem Gasbrenner einen Kaffee gekocht oder ein Tee und haben die dann einggeladen als stolze Gastgeber.
00:07:26: Also das waren so kleine Anekdoten, wo wir einfach eine ganz wunderschöne Kindheit hatten auf diesem Stückchen Land.
00:07:35: Großartig!
00:07:36: Aber wie schön auch dass du dich damals schon als Gastgeber gesehen hast und es ist ja etwas was dich heute mit deinem Vater eint.
00:07:44: Du selbst lebst nicht in der Eifel?
00:07:46: Das müssen wir vielleicht mal kurz erzählen.
00:07:48: Wo hast du deinen Lebensmittelpunkt?
00:07:50: Wir haben einerseits einen kleinen Hof im bergischen Land, wo wir eben auch dieses Hof leben.
00:07:58: Ich bin halt ein Landar, ich brauche irgendwie diesen Hof und meine Frau kommt aus Erlangen bei Nürnberg und da ist jetzt der Lebensmittelpunkt.
00:08:07: von daher...ich bin eh immer viel unterwegs, sondern da pendle ich zwischen zwei Höfen unter Erlang und bin auch regelmäßig immer noch meistens zu den Schwitzhütten am Beuerhof
00:08:19: diese Schwitzhütten.
00:08:20: Das ist ja wirklich eine ganz zentrale Einheit, ein ganz zentales Thema.
00:08:26: das Beuerhof ist und ich könnte mir vorstellen dass es viele Menschen gibt die auf euch stoßen auf eure Website vielleicht auch beim Spaziergang in der Eifel bei euch vorbeikommen und die dann neugierig werden, die auf der Website landen, die vielleicht hier im Podcast landen.
00:08:45: Was ist das eigentlich?
00:08:46: und von dem her finde ich es schön, wenn wir heute mal ein bisschen darüber reden.
00:08:51: Wir haben ja schon in der ersten Folge gehört wie der Baujahrhof zu Dieter gekommen ist, zu eurer Familie?
00:08:58: Und auch wie die Schwitzhütte auf den Baujahof gekommen ist.
00:09:01: aber was es so genau isst... mit Sicherheit spannend erstmal etwas so technisches vielleicht zu erfahren.
00:09:09: Also wo ist eine Abgrenzung, was sind die Inhalte?
00:09:12: Vielleicht auch ne Abgrenzung zum erster Gedanke, dass man an der Sauna denkt und trotzdem wollt ihr aber auch die Faszination beibehalten also dieses erste mal etwas erleben nicht zu viel verraten.
00:09:25: und das wird heute mit ein zentrales Thema dieser zweiten Podcast Folge.
00:09:30: seid ihr damit einverstanden und wollen wir das dieses Experiment einmal wagen?
00:09:34: Ja,
00:09:34: gerne.
00:09:35: Sehr gerne!
00:09:36: Super.
00:09:37: Dieter dann holt du uns doch vielleicht noch mal rein in das Thema Schwitzhütte?
00:09:43: Wir haben in der ersten Folge gesprochen aber hole du uns nochmal kurz rein wie deine erste Schwitz-Hütten-Erfahrung war.
00:09:52: Ich hatte das ja schon erzählt, wie es mir gegangen ist.
00:09:57: ich hatte Gelegenheit wurde zu einer Schwitzhütte eingeladen, hier auf meinem Platz von Menschen die sich mit meiner Genehmigung mal für ein paar Tage niedergelassen haben.
00:10:08: Und die haben mich eingeladen zu einer Schwitzhütte und ich dachte, ja ist sowieso mein Saunertag.
00:10:13: Dann mache ich halt mal eine Schwitz-Hütte, hatte keine Ahnung um was es ging und habe durch dieses Zeremonie... Die Schwitzhitze ist eine Zeremenie kein Ritual.
00:10:22: das muss man natürlich auch erfahren.
00:10:25: Ich werde natürlich immer wieder gefragt Ja was passiert denn in der Schwitz?
00:10:28: Was geht denn da ab und so?
00:10:30: Ich weigere mich eigentlich immer, das zu erzählen.
00:10:32: Warum?
00:10:33: Weil mein Lehrer im Archiphaler Lehm dir der große Lakota-Häubling ja, der mich zehn Jahre lang begleitet hat und von ihm habe ich gelernt bitte nicht fragen sondern mitmachen.
00:10:45: Ja wenn man dann hinterher noch Fragen hat kann man immer noch fragen.
00:10:48: aber durch das tun durch das machen durch das dabei sein erfährst du etwas Und das bleibt denn auch in deinem Gedächtnis haften.
00:10:56: Ich weiß nur, als wir hier mit Archiefreier Leben die ersten Schwitzhütten durchgeführt haben und auch schon Leute eingeladen haben, die gekommen sind.
00:11:04: dann ist das im Dorf aufgestoßen.
00:11:07: Da hieß es, oh beim Bäuerhof was ist denn da los?
00:11:11: Denn Dieter Scholz den Kinverdores schon seit zwanzig Jahren.
00:11:14: und jetzt fangen die andern so komische Sachen zu machen, die erst vielleicht von der Scientology unterwandert wurden.
00:11:20: und dann haben sie tatsächlich eine Drogenbeauftragte geschickt und uns beobachten lassen.
00:11:26: Haben die Autonummern aufgeschrieben und haben also wirklich das Gefühl gehabt dass hier irgendwie etwas passiert.
00:11:33: Das kann man nicht tun.
00:11:35: Das ging auch in eine Weile weiter, bis sich dann eines Tages sagt doch so jetzt ist Feierabend.
00:11:42: Jetzt lad ich die gesamte Gemeinde zu einem Wochenende-Tag der offenen Tür ein und haben hier ein großes Festival gemacht und seitdem war das noch alles kein Thema mehr und heute gehen die Leute auch kommen die Leute daraus im Dorf und aus der Umgebung zur unsen.
00:11:56: geschwitzete
00:11:57: Was für eine großartige Idee, diesen Tag der offenen Tür zu machen.
00:12:00: Auch das ist ja mittlerweile ein Ritual was es regelmäßig bei euch gibt.
00:12:04: aber wie schön auch ich finde das Jahr hat er auch Vorteile.
00:12:07: im Dorf passt man halt aufeinander auf so lustig die Geschichte ist.
00:12:12: Ich erinnere mich jetzt gerade auch an einen Besuch der drungen Beauftragte der Schule bei meinem Elternhaus auch ohne Grund Aber ich finde dass Das hat so was Schönes.
00:12:23: Diese Anteilnahme am Dorf, dieses Schauen... Was ist da auch diese Verbundenheit der Dorfgemeinschaft mit dem Hof?
00:12:30: Auch das ist ja sehr schön!
00:12:32: Es ist alles ein.
00:12:33: Es ist nicht irgendetwas isoliert.
00:12:34: Das ist alles mit allem verbunden und ich verstehe das sehr gut, dass Archie gesagt hat Nicht fragen sondern mitmachen und Ich versuche trotzdem jetzt mal stellvertretend für die Hörer meinen Glück, ein paar Sachen aus euch herauszukitzeln.
00:12:53: Also wenn wir sagen die Schwitzhütte und du hast gedacht auch ich habe ihr Saunattag dann handelt es sich um einen Raum eine Hütte in die Ich mit mehreren Menschen gemeinsam reingehe Und in der's warm ist so dass ich ins schwitzen gerate.
00:13:08: wollen Wir uns darauf einigen das wir so viel schon mal verraten?
00:13:11: Dieter
00:13:12: ja man muss wissen warum macht man das?
00:13:15: Wo kommt das her?
00:13:16: Was ist der Ursprung?
00:13:17: Der Urspring der Schwitzhütte liegt ja schon tausende von Jahren zurück.
00:13:21: Es ist ein Zeremonie, welches beheimetet war in den Gefilden der USA, der Natives, der Indianer wie wir sagen, obwohl der Name Indianer auch nicht so ganz stimmig ist weil Kolumbus hat da geglaubt Indien entdeckt zu haben.
00:13:39: aber es war Amerika.
00:13:41: Und die Ur-Bevölkerung der Amerika war schon seit tausenden von Jahren immer dann in die Schwürze gegangen, wenn es um etwas ging.
00:13:49: Was also einen Hintergrund... eine Bestätigung der Spirals brauchte, wenn also ein Indianerstamm seine Jagdgründer verlebt hat.
00:13:59: Das Dorf musste weiterreisen.
00:14:01: Sie sind mit den Büffeln gezogen.
00:14:02: Dann wurde erst jemand auf ... Geht's mal in die Schwützhütte gegangen und hat in der Schwütztütte gebetet.
00:14:09: Und um Unterstützung gebeten ist dann mit dem Stamm, da hat man dann in seiner große Reise angetreten.
00:14:15: Also was auch ganz wichtig ist, das muss ich jetzt deutlich sagen In der Vergangenheit war die Schwitze ein reines Männerritual.
00:14:23: Nur Männer sind in die Schwitzhütte gegangen, weil Frauen sich alle achtundzwanzig Tage auf natürlichen Weg reinigen.
00:14:30: und in der Sage heißt es dass die Büffelkaltfrau, die heilige Figur der Lakota Indianer das sie den Männern die Schwitschwütte geschenkt hat damit auch die Männer sich erläutern reinigen und Kontakt darauf nehmen können.
00:14:45: Und in der Neuzeit, so etwa seit fünfzig- sechzig Jahren gehen auch Frauen zunehmend mehr in die Schwützhütte und heute wird am Beuerhof werden Schwötthütten gemacht für Männer sowohl als auch Frauen als auch gemischte Schwütthütte.
00:14:59: Wenn du mich fragst was ist der Ursprung des Schwützhüttes würde ich jetzt in Heugermann bitten einfach aus seiner Sicht zu sagen wie es das auf sich hat an einer Schwützelmonie teilzunehmen Wobei man natürlich da auch viel über Details erzählen muss, was die Schwitzhütte bedeutet.
00:15:16: Das Gebäude, was man dazu braucht und so weiter.
00:15:19: Vielleicht können wir einen Übergang machen in dem Holger jetzt mal den Einstieg macht und uns das mal auf seiner Sicht erzählt?
00:15:26: Ja wenn man nochmal bei der Sauna und der Schwitz-Hütte anfängt... Der entscheidende Unterschied ist nicht die Temperatur sondern die Absicht mit der ich reingehe.
00:15:38: Wenn ich so im Gedanken von Wällnis bin, dann geht es ja darum.
00:15:43: Ich gebe irgendeinen Zahlen Eintrittsgeld und ich kriege was?
00:15:47: Ich will etwas für mich haben.
00:15:49: bei der Schwitzwitte ist das Gegenteil.
00:15:52: Ich krieg nichts sondern ich bin da um etwas von mir zu geben.
00:15:55: Wir geben unsere guten Gedanken wir geben unseren Schweiß wir geben vielleicht auch unsere Tränen Und symbolisch gesagt ist es so in der Sauna gehe ich im Zweifelsfall, um mich zu entspannen.
00:16:08: Und ganz hart gesagt in der Schwützwürde gehe ich, um symbolisch gesehen zu
00:16:14: sterben.".
00:16:15: Also es geht darum einen kleinen Tod zu sterbin', den Ego sozusagen auszuschmilzen, alles was unwesentlich ist, den Stein zu geben in diesem Ritual, um dann sich selbst zu kommen und zu gucken, was bleibt denn noch über?
00:16:32: Geschenk, was man dann eben bekommt.
00:16:35: Wenn man diesen kleinen Tod stirbt oder in Kauf nimmt ist das Mann zum Beispiel in Kontakt kommt mit den vier Elementen mit Feuerwasser Luft und Erde.
00:16:45: also es ganz physisch.
00:16:47: Menschen sagen zum Beispiel ich habe seit meinen Ganz vielen Jahren seit meiner Kindheit nicht mehr im Hosenboden auf auf der Erde gesessen oder habe meine Hände nicht in nasser Erde gehabt.
00:17:03: Oder ich hab noch nie meinem Leben basalt, also Vulkangestein so glühend gesehen vor mir und der Wasserdampf.
00:17:13: Also wir arbeiten mit Kräutern ja?
00:17:16: Mit Seder und mit Süßgras und mit Salbei.
00:17:20: das heißt Die Absicht ist erst mal eine ganz andere, nämlich etwas zu geben.
00:17:25: Auch jedes Gebet wäre ja eine Art Giveaway.
00:17:28: also ich gebe etwas von mir und das passt ganz gut zu diesem indianischen oder amerikanischen Sprichwort es mittlerweile auch sehr sekularisiert wird goes around comes around.
00:17:42: Also die die die Annahme und die Erfahrung ist wenn ich was ich in die Welt gebe gute Gebete, gute Gedanken etwas von mir selber geben.
00:17:51: Das kommt auch irgendwann wieder bei mir selbst an!
00:17:56: Ja?
00:17:56: Weil wenn ich für andere und anderes Witte-und-Bete in der Schwitzhütte dann wird das jemand Anderes vielleicht auch für mich tun und dann kann ich sicher sein im Stamm sozusagen in der erweiterten Familie ist dann für alle gesorgt.
00:18:10: Das sind ganz andere Erlebnisse die Menschen und auch Gruppen, die dann zu richtigen Kollektiven verschmelzen.
00:18:20: Ja, die, die da so haben wenn sie da reinkriechen?
00:18:23: Ich habe gerade gedacht, manche gehen ja auch in die Sauna um etwas loszulassen, um sich zu reinigen, um eine Reinigungsritual zu erfahren des Körpers das ausschwitzen, das weglassen.
00:18:37: aber es ist natürlich nicht auf der spirituellen Seite Es ist wirklich rein auf der körperlichen Seite.
00:18:43: Ist es so, dass ein Schwitzhütten-Ritual von Menschen auch alleine besucht werden kann?
00:18:50: So wie ich auch allein in eine Sauna gehen könnte.
00:18:53: Oder ist das immer ein Gruppenerlebnis?
00:18:55: Du sagst doch mein Vater sagt immer Ich gehe alleine für mich in die Schwitzhilte aber immer in Gemeinschaft.
00:19:02: ja In dem Sinne... ...ich nutze die Gemeinsschaft um mit mir zu sein.
00:19:08: Oh!
00:19:08: Das ist sehr schön Holger, wie alt warst du denn als du dann das erste Mal die Schwitze gesehen hast und auch vielleicht drin warst?
00:19:16: Ich war dreiundzwanzig.
00:19:17: Also ganz junger Mann der Grunde genommen dass von außen erstmal so beobachtet habe weil Archie Firelame dir war und ist bis heute als Name ein sehr bekannter Lakota Häuptling und Medizinmann und er hat damals schon auch viele Menschen angezogen aus ganz Europa, die diesen sogenannten roten Weg gegangen sind mit ihm und ich fand das als junger Mann ums kurz zu sagen erst mal befremdlich.
00:19:50: Ja, die hatten dann auch Trommeln und die durfte man aber nicht in die Hand nehmen also zumindest nicht ohne vorherzufragen.
00:19:57: Ich war so unbedarft ne?
00:19:58: Ich bin da so hin, was ist denn das hier?
00:20:00: und so habe dann aber mit der Zeit gemerkt, das ist im Grunde genommen das was ich meine ganze Kindheit gemacht habe.
00:20:08: Wir haben immer Feuer gemacht wir hatten unsere kleinen Ritualen, wir hatten die Erdverbindung und ich konnte dann doch da ganz gut andocken als junger Mann und hatte dann auch mit knapp dreißig meinen ersten beiden Söhne auch immer mitgebracht, die auch als Dreijährige schon mit kam.
00:20:29: es war für mich halt eine wunderbare Auszeit Vater-Sohnerlebnisse und so bin ich da rein gerutscht, würde ich was sagen.
00:20:39: Ich habe jetzt mal eine ganz praktische Frage werden diese Schwitzhütten immer wieder neu gebaut oder ist das ein festes Gebäude?
00:20:46: Eine Festhütte die immer dort steht?
00:20:48: Also erstmal möchte ich nochmal ausdrücken warum geht man in die Schwitzhitze?
00:20:53: den Indianern sagen du gehst zurück in den Leib von Mutter Erde um Neugeboren wieder rauszukommen Und im Grund genommen ist eine solche Zeremonie einen eine Neugeburt.
00:21:05: Und wenn du mich jetzt nach den Äußerlichen fragst, ja das hat natürlich ganz viele traditionelle Werte.
00:21:14: Grundsätzlich wird die Schwitzhütte aus Weiden gebaut und zwar sechzehn Weidensstangen, die im Kreis gesteckt und so oben übereinander gebunden werden, dass es eine Kuppel ergibt.
00:21:26: Diese Kuppel hat dann einen Durchmesser von drei bis vier Meter, je nachdem wie groß man die Schwitzhütten machen kann.
00:21:32: Es gibt auch ganz kleine für nur kleine Gruppen.
00:21:35: das muss jeder für sich selbst herausfinden was für ihn passt und Die schwitze wird dann abgedeckt so dass es innen total aber wirklich total dunkel ist.
00:21:47: Dann werden Steine draußen am Feuer heiß gemacht, wie Heuger schon sagte.
00:21:52: Bei Salzgesteinen, den wir hier in der Eifel natürlich um die Ecke haben und wunderbare Steine sind, die die Hitze auch halten können.
00:22:00: Die Indianer sagen zu den Steinen Großvätern Weil aus den Großvätern, aus den Steinen alles Leben auf dieser Erde erwachsen ist.
00:22:09: Über Jahrmillionen ... Hunderte von Millionen Jahren ist das Leben auf der Erde durch Steine und Erde entstanden.
00:22:17: Und wir haben in der Zeremonie begleiten wir natürlich das Sein auch mit uralten Liedern die schon vor Tausenden von Jahren gesungen worden sind, die uns überliefert wurden.
00:22:33: Ere und Ignade kann man sagen, von Archiefeier leben die ja zehn Jahre begleitet zu werden.
00:22:38: aber ich muss auch darauf hinweisen er war ein sehr strenger Lehrer.
00:22:42: Ich durfte fünf jahrelang erst Feuermann machen unter Feuerhüten mit den Steinen bevor ich meine eigene erste Schwitzhütte leiten durfte.
00:22:52: Und da ist mir bewusst geworden dieser Platz als schwitzhützenleiter das ist der Platz des Unsichtbaren ist auf diesem Platz und es nicht eine Führungskraft oder ein Leiter im Sinne der Selbstdarstellung.
00:23:09: Das ist der Platz des Unsichtbaren, der Platz der Materie und du hast auf diesen Platz nichts anderes zu tun als den Spirit zu dienen das Wasser aufzugehen und vielleicht auch ein Lied singen.
00:23:20: aber sonst bist du eigentlich ja eine unsichtbare Figur die einfach Energie für alle Menschen in der Schwütte sind hält und dadurch durch die Zermine führt.
00:23:35: So, jetzt verlassen wir einmal kurz den Baujahrhof.
00:23:38: Wir verlassen kurz die Eifel.
00:23:40: Und jetzt geht es in eine Konzernzentrale zu einem Workshop, den Holger beruflich leitet wo er mit Führungskräften zusammen ist und wo wir vielleicht etwas erfahren können darüber ob genau das was der Was Dieter gerade als schwitzhüttenleiter beschrieben hat, Führung als dienendes Element.
00:24:07: Führungen als etwas Unsichtbares ob sich das mit dem deckt was du in den Konzernzentralen erleben möchtest?
00:24:17: Ja was ich möchte in dieser Rolle des Begleiters von auch Übergangsritualen und Transformationsprozessen.
00:24:26: Also was ich da möchte, ist gar nicht die Frage.
00:24:29: Sondern was hilft letzten Endes der Organisation?
00:24:32: Was sich aber im Weg der Schwitzhütte für mich auch in der Rolle wie mein Vater das gerade erlebt hat oder erläutert hat... ...was ich gelernt habe, ist dass deckt sich sehr mit dieser Rolle des Facilitators, des Prozessbegleiters, der Prozess Begleiterin und auch im Sinne von hosting also gute Gastgeberschaft für erlesene Konversationen zu haben.
00:25:00: und da bist du nicht verantwortlich für die Inhalte, sondern du bist das was die Indigen hollow bone nennt.
00:25:09: Also hola knochen du channels ja du bist der unsichtbare Du bist für die struktur und den prozess zuständig Und sorgst dafür dass die menschen in ihre prozesse kommen.
00:25:20: und das ist sehr vergleichbar zu dieser Haltung, mit der man dran in der Hütte auch das Wasser aufgießt.
00:25:29: Es ist wirklich ... Ihr habt jetzt ja das große Glück oder Pech dass ihr mit mir ja jemand hier im Gespräch habt er noch nie an einer schwitze Detail genommen hat.
00:25:38: und deswegen ist es für mich ich stelle es mir wirklich so vor wie es den Hörern geht.
00:25:42: es ist so faszinierend.
00:25:43: wir erfahren immer so kleine Häppchen da wird Wasser aufgegossen da wird gebetet da wird gesungen also es gibt So ein Bild, was rüberkommt.
00:25:54: Was sich für mich immer noch geheimnisvoll anhört aber auch sehr faszinierend und diese Idee davon in der Gemeinschaft einmal eine komplett andere Erfahrung zu haben, weil ich im Dunkeln bin.
00:26:07: Das ist ja anders als wenn ich jetzt zum Beispiel sage Ich gehe in eine Kirche als Beispiel Ja also wo vielleicht ähnliche Dinge getan werden Es wird gebeten gesungen.
00:26:15: Ich habe ein gemeinschaftserlebnis aber das komplett in einer dunkelheit zu haben und die verbundenheit sowohl mit der natur Als auch mit der gemeinschaft zu spüren ohne sie sehen zu können.
00:26:27: Das macht ja wahrscheinlich auch etwas mit den menschen dass es ja einen urvertrauen was sich da entwickeln kann muss.
00:26:34: Du halte, wie?
00:26:35: Wie würdest du das beschreiben?
00:26:37: was wenn ich ohne eine Absicht reingehe und ohne auch viel zu wissen.
00:26:42: Wie würdest du diesen Prozess beschreiben wenn ich als in eine schwitzelte Reingehe?
00:26:48: möglicherweise ja absichtslos weil man soll ja vorher nicht fragen wie dass dann passiert dass sich genau dieses Erlebnis habe dass das etwas mit mir macht?
00:26:59: Also ich würde sagen, erst mal ist es eine sehr gute Idee ohne Erwartungen oder spezifische Absichten da reinzugehen.
00:27:07: Und was so lange die Tür noch auf ist und man ein bisschen sehen kann, was da so passiert im Sinne eines Beginners meint, würde ich sagen erleben die Menschen sensorisch auf ganz vielen Ebenen Dinge, die man so nicht jeden Tag sieht.
00:27:27: Also das fängt bei den Klängen an.
00:27:29: wie klingt ein Stein der in eine Tongrube fällt?
00:27:33: oder wie klingt ein Stein, der auf einen anderen Stein gelegt wird?
00:27:37: Wie riecht Süßgras?
00:27:39: Welche Farben sehe ich da in der Hütte?
00:27:42: durch die geöffnete Tür sehe ich vielleicht den flackernden Feuerschein Im Halbdunkeln sehe ich die Leiber ja in einem Kreis Sitzend.
00:27:52: also dass Die Amerikaner sagen dazu, activating the old mind.
00:27:57: Also wir aktivieren unser altes Muskelgedächtnis von alten Formen die tief in uns drin sind an die wir uns in diesem Moment jenseits dieser Ratio erinnern.
00:28:10: und das ist erstmal ein Feuerwerk von sensorischen Eindrücken und Erinnerungen dieses Wiedererinnern an etwas was tief in Uns drin ist.
00:28:19: Wir wissen im Grunde genommen wie es geht.
00:28:22: Wir haben es halt nur nicht mehr, wir haben es vielleicht ein bisschen verloren und nicht sehr eingeübt.
00:28:28: So lange die Tür noch auf ist, wenn der Teil zwei gleich kommt, wenn die Tür zu ist dann können wir da auch drüber sprechen was dann passiert.
00:28:35: Wie viele Teile gibt das denn?
00:28:37: Naja, wenn wir das so dekonstruieren wie wir das gerade im Moment versuchen, ist das ja ein Rhythmus.
00:28:45: man macht immer vier Runden, wie lange die dauern kann man so nicht genau sagen.
00:28:50: Zwischendurch geht immer die Tür, also da werden dann die Decken hochgeschlagen wieder auf.
00:28:55: Dann kommt frische Luft rein, dann gibt es auch irgendwann neue heiße Steine aus dem Feuer.
00:29:01: In der Zeit ist dann auch Zeit für Gebete wenn die Tür auf ist.
00:29:05: Dann wird sie wieder zugemacht auf ein Zeichen und dann isst man wieder in den nächsten Runde und dann ist es wieder stockdunkel und man hat diese Mutterleiberfahrung ja dieses Diese sensorische Shutdown, man sieht nichts mehr außer die grünen Steine.
00:29:22: Das aktiviert natürlich dann wieder das Hören.
00:29:26: Man hört ganz anders und man hört vielleicht sogar seinen eigenen Herzschlag den man schon lange nicht mehr gehört hat.
00:29:31: also es sind viele Erstmaligkeiten.
00:29:34: zumindest wenn ich mal mich erinnere was die Menschen so erzählen Gibt es vielleicht auch eine Trommel und dann gibt's vielleicht ein Rhythmus.
00:29:43: Dann kann das sehr physisch werden, dann gibt es vertonte Gebete.
00:29:48: was die Songs sind Das sind wie mein Vater schon erwähnte alte vertonte Gebete letzten eines heilige Lieder die zu bestimmten Anlässen in bestimmten runden gesungen werden um sozusagen auch bestimmte Sachen zu würdigen.
00:30:07: Celebration Songs, also wird was gewürdigt.
00:30:09: Was gewährt Jesus?
00:30:10: Was gefeiert?
00:30:12: es wird etwas abgeschlossen.
00:30:14: ja Es wird an die vier Himmelsrichtungen über die vier himmels richtung gesungen über Die heilige pfeife und das selbst wenn die menschen die direkte übersetzung dieser songs im ersten moment noch nicht gelernt haben oder auch nicht kennen.
00:30:30: das ergibt sich dann vielleicht wenn man öfter kommt.
00:30:33: dann spüren sie doch sehr stark, worum es da geht und was.
00:30:37: das macht auch etwas mit ihnen.
00:30:38: Also die lieben das uns kurz zu sagen, da einfach einzustimmen und diesem old mind sozusagen zu seinem Recht zu verhelfen.
00:30:47: also hat dann auch was sehr ja schalisches je nachdem wie die Gruppe so drauf ist.
00:30:55: manchmal sind die auch entfesselt.
00:30:58: Dieter, wir haben vorhin gehört das zu den Beginn zur Zeit als Amerika entdeckt wurde.
00:31:05: Dass die Schwitzhütten also eine uralte Tradition sind ist es so dass jeder Stamm ein anderes schwitzhützen Rituale hatte gibt es also unterschiedlich?
00:31:17: vergleichen mit den Kirchen?
00:31:19: Wir haben hier in Ostfriesland ich glaube fünf oder sechs verschiedene evangelische Kirchen und Ausrichtungen mit dem spirituellen Ritual der Schwitzhütte ähnlich, Dieter?
00:31:28: Oder ist das eine einheitliche Zeremonie die überall gleich praktiziert wird.
00:31:33: Naja... Der Weg zum großen Kreis oder zu Gott und wie man ihn auch nennen will, schau mal!
00:31:41: Es gibt überall Gebäude auf der Welt, die solchen Zerefonien-Ritualen geweiht sind.
00:31:48: Ob das jetzt katholische Kirchen sind, ob das Dome sind ob das Moschelen sind.
00:31:53: Alle haben irgendwelche Gebäude, in denen etwas in dieser Form gemacht wird und drüben Amerika in der Vorzeit bevor die Weißen kam war die Schwitzhütte ja schon lange lange lange ein Bestandteil der einzelnen Stämme gewesen und dass sich das natürlich aufgrund dessen, dass die Stämmer ja auch oftmals keine Kontakt zueinander hatten, sich anders entwickelt hat.
00:32:16: Ja, aber die Schwützhütte in sich, in ihrer Urform ist von allen gleichgemacht worden.
00:32:22: Wenn auch andere Lieder gesungen wurden sind für einem ein oder anderen Stamm.
00:32:26: Oder der Ablauf vielleicht etwas anders war.
00:32:29: Aber die Form der Schwütze ist ureigens geblieben und bis zum heutigen Tag hat sie bestand.
00:32:37: Und was ich doch erwähnen möchte und was meiner Ansicht nach noch wichtig ist... Was den Unterschied zu einer Sauna macht.
00:32:44: um das Thema nochmal so anzuwählen Die Sauna geht man rein und gibt noch ein paar Stunden wieder raus.
00:32:50: Die Schwützhüte ist aber etwas, was über einen Zeitraum von mindestens vierundzwanzig Stunden gemacht wird.
00:32:57: Und das ist das, dass wir es auf dem Bauhof anbieten, den Menschen wirklich die Möglichkeit zu geben, zukommen, die Erfahrung zu machen nach der Schwütze lecker und wunderschön und in Ruhe schlafen zu gehen und am anderen Morgen aufzustehen und mit uns die Erfahrungen auszutauschen, Schwitthütte gemacht hat.
00:33:19: Dieser Ton ist ganz wichtig, damit die Menschen auch wirklich das was sie erfahren verarbeiten können.
00:33:27: und ja... Es gibt Menschen, die gehen in das Schwitzhüt und brechen den Tränen aus.
00:33:33: Andere freuen sich und lachen.
00:33:34: aber an anderen Morgen werden wir dann unsere Feedback-Runde machen wo alle dann nochmal sich äußern dürfen wenn sie wollen wie es ihnen ergangen ist was Sie erlebt haben.
00:33:43: Das ist eine für uns alle meiner Tod tiefgreifende bewegende Wahrnehmung alleine schon deshalb...
00:33:51: gut,
00:33:52: der Schwitzhütte den Raum zu geben, den die Menschen brauchen.
00:33:55: Um wirklich dann eine tiefgreifende Erfahrung zu machen, die ihnen auch erhalten bleiben
00:34:00: soll.".
00:34:04: Würdest du sagen dass die Schwitz-Hütte auf dem Baujahrhof auch nochmal eine besondere Bedeutung für den Ort hat?
00:34:12: Oder ist es eher umgekehrt das die Schwitze deswegen so gut wirkt weil Beuerhofboden, die Erde auf der sie steht.
00:34:23: Eine Besonderheit geht?
00:34:24: was zahlt da auf?
00:34:25: Was ein?
00:34:26: also ich denke dass hier beides bewandtnis haben kann.
00:34:32: natürlich braucht die schwitze einen rahmen einen raum einen platz wo die schwütze sich selbst zu hause fühlt wo sie hin passt.
00:34:41: Aber was den Beuruf anbetrifft, hat der Beurauf seine Bedeutung eigentlich erst erhalten durch die Schwitzhütte und durch das, was uns durch die Indianer und durch die Natives.
00:34:52: Und insbesondere die Familie Lehmdier einer bekanntesten, kann man sagen fast indianen Dynastien drüben Amerika uns geschenkt worden ist?
00:35:05: Also es wird immer faszinierender und ich glaube, es geht ganz vielen Menschen so.
00:35:09: Dass sie sagen, am liebsten würden Sie jetzt ihre Tasche packen und vorbeikommen und einmal dieses vierundzwanzigstunden Erlebnis oder vielleicht auch zu sagen, ich bleibe drei oder vier Tage bei euch um das einmal zu erleben.
00:35:22: Ich komme jetzt zu ein paar Fragen organisatorische Art.
00:35:29: Also wie oft bietet ihr einen schwitzen Ritual an?
00:35:33: Kann ich es als Einzelpersonen, kann ich mich bei euch anmelden oder muss ich in einer bestehenden Gruppe
00:35:39: kommen?".
00:35:40: Ja also wir haben seit dem Archivalem der bei uns die Schwitzhütte etabliert hat, haben wir damals angefangen jeden Monat Schwitz-Hütte zu machen und seitdem über vierunddreif...fünfunddreißig Jahre lang hat noch nie, noch nie einen Monat eine Schwitze ausgefallen.
00:36:00: Wow, wow!
00:36:02: Holger liegt das auch daran dass du, dass eure Familie das mitträgt?
00:36:06: Dass ihr diese Verbundenheit zum Bäuerhof und zu den Schwitzhütten habt, dass das wirklich in vierunddreißig Jahren noch nicht ausgefallen ist?
00:36:14: also spürt ihr da eine Verbundenheit ja eher aber auch eine Verantwortung für dieses Rettual.
00:36:21: Ja, ich glaube die Familie hatte Jahrzehnte vorher seit frühester Kindheit eine Rolle eben gute Gastgeber zu sein und diesen ganzen Hof mit deren Visionen vor allen Dingen meines Vaters auch aufzubauen.
00:36:38: Die war dann irgendwann obsolet, die war dann weg weil die Großeltern waren nicht mehr da, Meine Eltern waren getrennt, wir waren im Job und in der Ausbildung.
00:36:49: Und in der Zeit hat es sich ja genau so ergeben wie das Ganze zum Beuerhof kamen, siehe Folge eins und die schönen Anekdoten dazu.
00:36:59: Durch die Schwützelte hat der Beuerhof eine neue Funktion bekommen, nämlich eine neue funktion bekommen ein Ort der Schwelle zu sein an Ort der Erneuerung zu sein.
00:37:11: Und da haben vor allen Dingen mein Vater und ich uns dann wieder gefunden.
00:37:16: Im Sinne einer guten Vater-Sohnbeziehung in diesem Ritual sind wir einfach ein Dreamteam, also wir finden uns da, wir ergänzen uns da wunderbar.
00:37:27: und in all den Jahren gab es auch Höhen und Tiefen.
00:37:31: Ich war auch nicht immer da.
00:37:32: Es gab auch mal Soft zwischendurch wie das halt normal ist in der Familie.
00:37:37: Aber je älter ich werde und je kontinuierlicher in den letzten Jahren, ich auch immer da bin.
00:37:43: Ich habe es letztens erst noch einem Freund erzählt ist mir eigentlich klar geworden was das für ein Vermächtnis ist?
00:37:50: Was wir auch dort zu zu schützen und zu erhalten haben.
00:37:55: Und dass ist wenn du mich nach dem beruflichen Kreisformaten Circle Way und meine Praktik oder mein Tun fragst Wenn man sieht, wie relativ einfach mit der Hilfe des Landes, mit den Hilfen der heiligen alten Formen die einem ja so eine Art Handgeländer geben.
00:38:18: Wie schnell Menschen da in ihre Lebendigkeit kommen?
00:38:21: In ihre Heilung, ihre Gesundungen, in ihre Bezogenheit und aufeinander eingehen, dann kannst du nur blass werden!
00:38:30: Wenn du das als Facilitator, Berater, Prozessbegleiter in der Corporate World versuchst an Orten die dafür sicherlich alles andere als funktional sind.
00:38:41: Du brauchst auf dem Baujahr gar nicht viel zu machen weil das ganze Land feiert das ja dass da gerade eine Zeremonie stattfindet und die Menschen merken es.
00:38:50: Ja das wollte ich grade sagen Das ist ja das Besondere daran dass man das spürt wenn man einen Ort kommt oder in die Natur kommt spürt, hier ist etwas besonders und das macht etwas mit mir.
00:39:04: Das reduziert mich auf das Wesentliche und gibt mir gleichzeitig aber auch diese Kraft – wir reden ja oft davon – Wurzeln zu schlagen über sich hinauszuwachsen.
00:39:14: Da gibt es ja so ganz viele Begriffe die heraus in der Natur rauskommen, verbunden halt mit der Mutter Erde dass jener zäschwizidisch und ganz häufig erlebt, ob das mit Gruppen ist.
00:39:24: Ob das privat ist?
00:39:26: Dass du manchmal auch da kommst wo du genau das hast.
00:39:28: die geben dir eine Kraft und du kannst es dir gar nicht erklären.
00:39:32: Auch das finde ich toll, was ihr sagt Darüber mal schlafen, dass dann erfahren erleben und reflektieren.
00:39:39: Und dann sagen das hat echt was mit mir gemacht.
00:39:42: ist das nicht für dich total verlockend?
00:39:45: Dass du sagst eigentlich müssen diese Workshops Diese Kreise die Du machst mit Führungskräften Die müssten alle entweder am Beuerhof starten oder enden Oder zumindest den Beuer Hof und vielleicht auch eine Schwitzhütte mit beinhalten.
00:40:02: Also du weißt ja, dass ich zwischen Organisationsgestaltung und Interaktionsgestaltung quasi beide Bälle in der Luft habe oder das ausbalanciere.
00:40:13: Und als Berater muss man immer sagen, man muss auch schauen was braucht die Organisationen?
00:40:18: Aber ohne eine Zugewandtheit und ohne die entsprechende Interaktion zwischen den Menschen fällt das ja alles hinten runter.
00:40:26: Das heißt Ich sehe, dass es eine unglaubliche Kraft hat wirklich sehr dankbar das im Grunde genommen begleiten zu dürfen hier und da auch tatsächlich schon mal mit einer Organisation, also mit einer Firma oder mit einem Team.
00:40:43: Demgegenüber halte ich es sehr hoch dass man eine Schwitzhütte nicht verkaufen kann.
00:40:50: Das ist nicht
00:40:52: so ein Team-Event, ne?
00:40:53: Genau.
00:40:54: Also das ist nicht sondern dann schon so klar.
00:40:57: es gibt eine Webseite, Beuerhof und es gibt einen Kalender.
00:41:02: aber da müssen die Menschen schon für sich alleine entscheiden.
00:41:05: ich möchte daran teilnehmen.
00:41:07: deswegen würde ich das nie proaktiv tun.
00:41:09: aber wenn die Leute sich dort eben einfinden dann ist ja alles wunderbar und dann sind wir auch zur Stelle.
00:41:17: kann ich nur ein großes Dank auch für meinen Vater aussprechen, der all die Jahre dafür gesorgt hat mit allen Höhen und Tiefen und wirtschaftlichen Herausforderungen.
00:41:27: Dass dieser Ort, der ja auch Teil meiner Kindheit war aber jetzt einen Ort für ganz viele Menschen ist.
00:41:33: deswegen helfe ich da immer aus wenn ich auch noch kann und das ist mir wie schon sagte wird mir immer wichtiger und ich hoffe wir haben noch ein paar gute Jahre zusammen.
00:41:45: Das hört sich jetzt schon nach einem sehr schönen Schlusswort an, das ist es aber noch nicht.
00:41:49: Aber schön dass damit auch dein Weg und die Zukunft des Beuerhofs in eine Art und Weise getragen wird wo das überhaupt nicht ein Frage gestellt wird was da mit weitergeht.
00:42:00: Du hast gerade von Vermächtnis gesprochen und auch von dem was es dir bedeutet und ich könnte mir vorstellen vielleicht auch wirklich eine Wechselwirkung ist.
00:42:11: Also, wo trägst du Sachen aus dem Beuerhof?
00:42:13: Aus der Schwitzhütte in deine Arbeit ohne dass man dort ist aber das eben Lehren aus der Schwitze sich wiederum in deiner Arbeit finden und auch umgekehrt Du ja mit Sicherheit auch Sachen Erfahrungen mitbringst auf den Beuer Hof die dann auch nochmal zum gelingen einer schwitzhütte beitragen können Eine Das ist heute meine Aufgabe.
00:42:37: Eine organisatorische Frage noch mal, wie viele Menschen passen in eure Schwitzhütte rein?
00:42:43: Ich möchte vielleicht eben ergänzen nochmal etwas sagen Es kommen natürlich viele Gruppen hierher die den Beuerhof buchen für ihre Veranstaltungen und die dann sagen ja wir wollen aber auch eine Schwitz-Hütte haben am Nachmittag um halb vier bis zum Abendessen.
00:42:59: Ja das ist der Klassiker!
00:43:00: Dann
00:43:01: muss ich sagen dafür stehen wir nicht zur Verfügung.
00:43:05: Die Schwitze ist kein Beiprogramm.
00:43:07: Die Schwitte ist eine elementare Erfahrung, der man Raum geben muss und die auch den Raum braucht, den du als Mensch auch brauchst um das was da passiert zu erleben.
00:43:18: Und es kommen immer wieder Menschen her, die also wirklich den Sauna-Gedanken mitbringen und das ist nicht immer ganz einfach die Leute dann zu überzeugen.
00:43:26: ich kriegte letztens zum Beispiel auch eine Anfrage ob es denn für die Schwidze ein Gutschein gäbe.
00:43:32: Ich sage ja, wieso willst du den?
00:43:33: Ja ich will meinen Mann einen Gutschein für die Schwützhütte schenken.
00:43:37: Ich sag ja hast Du denn schon mal Schwütztüte gemacht?
00:43:40: Nein nein aber mein Mann tut das gut der soll das machen.
00:43:43: also die Leute können manchmal nicht begreifen was es bedeutet.
00:43:49: sich wird den Spirit auf diesem Weg und das ist auch für uns manchmal schwierig das zu vermitteln.
00:43:56: Die Einladung zu einer Schwützhütte ist eigentlich eine Einladungen zu einem neuen Sein, wenn man das so will.
00:44:03: Und das muss man selbst erfahren.
00:44:06: Deswegen kann man da auch keine Gebrauchsanweisung geben.
00:44:09: und jetzt hattest du gleich eben noch gefragt wie denn so eine Schwitzhütte aussieht oder was?
00:44:16: Ja ist es so.
00:44:17: ich wollte wissen die Tabifele Personen in einer in eine schwitze passen wie viele Personen dort im kreis sind?
00:44:24: ja dass das hängt davon ab wie viel Person passen in ein Auto Und so ist er bei der Schwützhütte auch.
00:44:30: Je größer das Auto, umso größer ist dann die Sitzzahl.
00:44:35: In der Schwötzhüttel hat einen Durchmesser...
00:44:37: Das heißt ihr baut das individuell?
00:44:40: Ja!
00:44:40: Die Schwütze hat einen durchmesser, den ist bestimmbar und da die Menschen in einer Schwützelte im Kreis sitzen, möglichst alle am Rand oder im Kreise kannst du die ausrechnen, also eine Schwütze, die zwei Meter Durchmesser hat.
00:44:56: Da gehen dann vielleicht zehn Leute rein und eine Schwüttelte, die vier Meter Durchmesse hat, da waren wir schon mit dreißig Leuten drin.
00:45:05: Das heißt ihr baut die Schwitzhütten individuell einmal jeden Monat neu?
00:45:10: Und dann abhängig von der Personenzahl, die daran teilnehmen werden?
00:45:14: Ja, die Schwizzhütte bauen wir immer im Abstand, so wie sie notwendig neu gebaut werden müssen.
00:45:22: Der Platz an dem Archivaler Leben der damals seine erste Schwitzhütte gebaut hat mit uns das ist immer noch heute unserer prädestinierter Platz wo die schwitzhüten stehen und hier werden alle anderthalb zwei Jahre maximal wenn die neu gebaut weil dann wird es auch Zeit war dass geäst dass die stangen natürlich dann auch unter der zeit leiden.
00:45:43: aber diese Der Bau einer Schwütthüte alleine ist schon ein wunderbares Ritual, was wir gerade jetzt vor zwei Wochen gehabt haben.
00:45:54: Weil wir eine neue große Schwüttheute für den Platz bauen mussten und was auch noch erwähnenswert ist.
00:46:01: Wir haben auf dem Platz zwei schwütthütten Plätze.
00:46:04: Ja das ist toll!
00:46:05: Das ist doch unseren
00:46:06: schwüthtütten Platz?
00:46:07: den Platz, wo wir die Lakota-Tradition hochhalten und das im Vermächtnis weiterführen was uns vermittelt worden ist.
00:46:16: Und drüben auf der anderen Seite vom Gelände gibt es einen Schwützhüttenplatz mit Schwützhütten für die, die zum Beu aufkommen mit ihren Gruppen eine Schwütze selber machen in welcher Form auch immer.
00:46:28: aber uns ist es wichtig dass die Menschen diese Erfahrung so oder so machen ob das auf Lakota-Language und der Lakotatradition ist, oder ob andere kommen und den Spirit einfach den Menschen vermitteln wollen.
00:46:43: Also mir ist es allemal lieber die Menschen gehen alle in die Schwitzhütte als sich auf der Straße oder am Flughafen auf dem Pflaster festzukleben sag ich immer.
00:46:52: Das heißt mit anderen Worten, ich bin sehr dafür den Platz... für alle Menschen aufzumachen, egal was sich auch mal dann mit der Schwitzhütte machen wollen.
00:47:02: Aber wir pflegen halt die traditionellen Werte.
00:47:06: Sehr schön!
00:47:07: Holger du hast ja in deinem Buch Facilitation über die Lehren der Schwitzwitte geschrieben.
00:47:14: Welche sind das?
00:47:16: Ja, im Grunde genommen das was wir schon ein bisschen angedeutet haben.
00:47:19: Das ist so viel Birgit!
00:47:21: Das kann man ja anreißen.
00:47:23: Aber was zum Beispiel die Menschen in der Schwütze...
00:47:25: Es kommt mein Standardspruch lieber Holger.
00:47:27: Es kommt meinen Standardspruch im Podcast.
00:47:30: Die nachfolgenden Sendungen und das Adventfest der Tausendlicht damit Florian Silber Eisen verschieben sich um drei tausend achthundert Stunden.
00:47:39: Genau okay dann nehm ich mir die Zeit Wenn wir etwas nehmen aus der Natur, Holzräumen und die Heimstadt von irgendwelchen Tieren zerstören.
00:47:53: Du kannst ja nicht einen Fuß auf diese Erde setzen ohne auch gleichzeitig Leben zu nehmen.
00:47:59: also sorgen wir immer für Ausgleich.
00:48:02: wenn wir etwas Nehmen und etwas bekommen dann geben wir auch immer etwas.
00:48:07: und in der Lakota Tradition gibt man in der Regel Tabak Weil Tabak war früher eine sehr hochwertige Scoot und auch ein sehr rare Scoot.
00:48:15: Und man gibt immer etwas, was wertvoll ist und nicht etwas, das man entsorgen will.
00:48:21: Diese Idee als Lehre aus der Schwitzhütte ist es gut für Ausgleich zu sorgen.
00:48:26: die kann man natürlich auch übertragen auf andere Bereiche.
00:48:30: Wo kann ich in welcher Form für Ausdleich sorgen?
00:48:32: Wäre auch eine Führungsqualität oder eine Qualität der Zusammenarbeit oder für andere und anderes beten, da haben wir schon drüber gesprochen.
00:48:40: Aber dann ist ja auch für alle gesorgt.
00:48:43: Was wäre das sozusagen in unserer Gesellschaft?
00:48:46: Da muss man gar nicht über Organisation nur reden wenn wir diese Praxis mehr kultivieren auch mal für andere zu beten etwas Gutes den anderen zu tun.
00:48:58: Das lernst du in der Schwitzwitte weil es geht da nicht um dich oder von Herzen zu sprechen.
00:49:03: Das ist auch letzten Endes eine Führungsqualität, ja?
00:49:08: Kann ich lernen, von Herzens zu sprechen und kann nicht das überhaupt differenzieren?
00:49:13: welcher andere Möglichkeit gäbe es da.
00:49:15: Das was lernt man in der Schwitzhütte.
00:49:18: Wenn du in der vierten Runde sitzt und immer noch aufrecht sitzen kannst, alles andere was unwesentlich von deinem Ego ist weggeschmolzen dann machst du halt die Erfahrung dass du aus einem ganz anderen Ort in dir heraus sprichst.
00:49:33: Also das muss man gar nicht sich vornehmen sondern es passiert von ganz alleine Ordnung halten!
00:49:40: Der John also der Sohn von Archie, John Firelambier hat immer gesagt make things nice.
00:49:45: Das haben wir eins zu eins in unsere Arbeit übernommen Egal wo wir sind, wir versuchen Ordnung zu halten und die Schönheit einzuladen mit allem was wir tun.
00:49:55: In der Wortwahl bis hin zur Bestuhlung und Einrichtung zur Gestaltung der Mitte wenn wir in einem Kreis sitzen und die Teilnehmer merken dass diese Ordnung und diese Ästhetik auch die Qualität des Gesprächs fördern.
00:50:11: Und das letzte Leave No Trace.
00:50:13: keine Spuren zu hinterlassen ist Teil der Zeremonie.
00:50:17: Also du wirst keine Schwitzhütte im Indigenbereich finden, wo man irgendwas liegen lassen hat.
00:50:24: Sondern die wird in Ruhe vorbereitet.
00:50:26: das ist Teil der Zeremonie.
00:50:29: Das Feuer wird angemacht kann man sich glaube ich alles ganz gut vorstellen.
00:50:33: das ist aber einfach eine Vorbereitungsphase.
00:50:35: Dann ist es eine Phase der Durchführung dann bist Du in diesem Schmelztiegel und dann gibt Es auch eine Phase alles wieder so herzurichten, wie man es vorgefunden hat und so hilft man auch der Seele und dem Körper sich so langsam aus diesem intensiven Ritual wieder rauszumanteln.
00:50:53: Ja?
00:50:54: Und auch wieder in der normalen Alltagsgegenwärtigkeit auch anzukommen weil diese Art Wie man miteinander ist und in welches Sphären man da eintaucht Da ist man ja auch dünn heutig.
00:51:07: und dann muss explizit was dafür tun um wieder sozusagen normal sozialisiert auch wieder zurechtzukommen.
00:51:15: Man sollte sich nicht direkt ins Auto setzen.
00:51:18: Ja, du hast das auch mal im Vorfeld im Vorgespräch erzählt dass manche dann noch sagen so jetzt geben wir in den nächsten Edikaladen Ton zu Tütschips also im Sinne von
00:51:28: Ja, genau.
00:51:29: Diese Setzung, unsere richtige Zäsur zu machen dieses Ritual, diese Zeremonie ist zu Ende.
00:51:35: jetzt kommt was anderes und dem ganzen Nervensystemen und dem Ganzen sein zu vermitteln.
00:51:42: du kommst jetzt wieder in dieses Alltagsbewusstsein und musst da auch natürlich dich wieder zurechtfinden.
00:51:49: wenn wir unser Leben lang nur ins Zerefonien wären das wäre gar nicht gut.
00:51:53: Deswegen ist es gut für einen klaren Anfang zu sorgen und auch für ein klares Ende.
00:51:57: Das sind letzten Endes wieder alte Übergangsmuster, Übergangstrituale.
00:52:03: Ich finde das so toll, ich finde es wirklich toll dass diese Sachen passieren und dass man das wahrnimmt.
00:52:09: Du hast gerade davor gesprochen, haltest Sachen in Ordnung und ladet die Schönheit ein und Menschen nehmen das wahr!
00:52:17: Und man kann es nicht beschreiben.
00:52:19: aber du kommst irgendwo hin und entweder ist das und du spürst das und spüren dann auch alle oder es eben nicht.
00:52:25: was sagt ja auch manchmal dieses Restaurant als Beispiel hat Seele Ja, aber das sind dann vielleicht auch wieder Gastgeber die das eben mit reinbringen.
00:52:34: Die dafür sorgen dass du über sei es ist ein massiv Holz Tisch an dem du sitzt und nicht irgendeine Sparnplatte Sachen außer Natur sind die dir wieder etwas geben wo du spürst.
00:52:46: Das hat eine Wertigkeit und damit meine ich jetzt nicht im Sinne von monetarisierten Werten sondern in Werten dies für mich für mein Leben und für diese Gemeinschaft hat Und Ich kann mir das so gut vorstellen dass das auf den Baujahrhof passiert und dass dieses Erleben auch alle eint.
00:53:03: Das, das wahrscheinlich die Menschen, die in vierunddreißig Jahren da waren, alle mit diesem Gefühl rausgehen oder es in Worte fassen zu können?
00:53:13: Ja weil was eint alle, weil sich alle auch sofort einklingen können, weil es ist in uns wir wissen wie das geht Wir haben das alle mal irgendwann gelernt, wir haben das selber gemacht.
00:53:23: in der Kindheit Haben wir auch Sachen schön gemacht und gestaltet.
00:53:26: Wir sind ja alle kleine Baumeister und Dekorateure.
00:53:30: Und wenn dann jemand sagt, hier darfst du wieder?
00:53:32: Ja!
00:53:32: Und wir teilen uns die Verantwortung für die Qualität.
00:53:35: Glaubst du was da los ist?
00:53:38: Wenn Menschen auch Verantwortung übernehmen, geteilte damit das ein gesamtes kollektives Ritual wird wo man gemeinsam durchgeht.
00:53:49: Das ist auch eine Aktgeteilter Führung Das ist das mit dem Wasseraufgießer, der ist der Unsichtbare.
00:53:55: Weil er kann das nicht garantieren dass für alle ein Wow-Erlebnis wird sondern es ist auch die Frage wie führe ich mich da selber rein und wie führen wir uns miteinander?
00:54:07: Es überträgt sich dann aber auf die Gruppe Und da kannst du dir vorstellen, da gibt's natürlich viel zu lernen für Menschen die auch gruppenprofessionell begleiten.
00:54:17: Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
00:54:18: Also ganz, ganz lieben Dank!
00:54:20: Holger schön dass du da warst, schön das du da bist und schön dass Du da bleibst.
00:54:25: Ich möchte noch eine Sache sagen Birgit bevor es irgendwelche Kritikstürme gibt.
00:54:31: Zum einen das Thema mit dem I-Wort.
00:54:33: Es gibt manchmal Menschen, die meinen man dürfte nicht das Wort Indianer benutzen.
00:54:38: Wir sind nun wirklich sehr verbunden mit indianischen Familien Mit der Lämmierfamilie seit über dreißig Jahren.
00:54:45: Die nennen sich selber Indiana und haben ja auch einen guten Humor.
00:54:49: Und dann wird auch mal gesagt da müsst ihr jetzt selber mit klarkommen.
00:54:53: Ihr habt uns so viele Namen gegeben aus der Nummer.
00:54:55: lassen wir euch nicht raus und lachen sich dabei wirklich krumm.
00:54:58: Das ist mir wichtig zu sagen.
00:55:01: Und dann gibt es noch das Thema der kulturellen Aneignung, also wie kommen deutsche weiße Westler darauf, Schwitzhütten zu kultivieren und zu führen?
00:55:12: Wir dürfen das!
00:55:13: Wir sind angedockt an die Lämdier-Familie seit über dreißig Jahren.
00:55:18: Wir sind im regelmäßigen Austausch und wir führen das so durch, wie wir es auch gelehrt bekommen haben.
00:55:25: Und wie ich schon sagte, das ist ein Vermächtnis und nichts wo man irgendwo was Besonderes von hat oder irgendeine besondere Stellung hätte uns die Sache wichtig so weiterzugeben.
00:55:39: Wie wir die gelernt haben?
00:55:41: Das ist glaube ich wichtig zu wissen als Kontext für das Ganze.
00:55:46: Es ist irgendwie traurig dass man es sagen muss aber ich kann dich so gut verstehen, dass du es erwähnst weil... In der Tat, so einen kleinen Stoll berate sogar ich als wir das erste Mal über Indiana gesprochen haben.
00:55:56: Dass man sofort denkt Moment was geht hier noch?
00:55:59: Also schön dass du das einordnest beides einordnet und Dieter.
00:56:03: Ich möchte dich da zum Schluss fragen weil auch das hast Du mir in einem der Vorgesprecher erzählt Das ist für Dich auch eine ganz besondere Ehre war dass Du auch erst nach vielen vielen Jahren besuchen dass Du eingeladen wurdest in Amerika an Ritualen teilzunehmen die durchaus nicht beim ersten Besuch selbstverständlich waren.
00:56:23: Magst du da noch mal etwas zu erzählen?
00:56:26: Naja, ich habe wie schon erwähnt habe die ersten vier Jahre fast fünf jahrelang hier bei uns auf dem Beuerhof wenn Archie Freyler Lehm dir aus Amerika kam wurde ich mehr und mehr eingewiesen in die Bedeutung der Schwidt-Hütte.
00:56:42: Und dann kam auch der Zeitpunkt wo ich die Einladung bekommen habe In Amerika den Sonnentanz, eine der wichtigsten und größten Veranstaltungen des Netifs.
00:56:57: Dass ich dort eingeladen worden bin.
00:56:59: Und meine erste Begegnung drüben mit ungefähr tausend Indianern in einem Tal ... Das kann man überhaupt nicht beschreiben!
00:57:09: Es ist unglaublich wenn man eintaucht in einer Welt von der man das Gefühl hat dass die fünfhundert Jahre zurückliegt.
00:57:17: Und das war für mich eigentlich dann so der letzte Knackpunkt, den ich noch mitbekommen habe.
00:57:24: Um zu wissen, welche Bedeutung es hat hier auf dem Plastik am Beuerhof sowas machen zu dürfen ein solches Geschenk wie eine Schwütte zu bekommen und authentisch durchzuführen auch dafür zu sorgen dass es wirklich authentisch bleibt und nicht irgendwie in einen kommerziellen Richtung abschwört oder so.
00:57:43: Das ist nach wie vor für uns das wichtigste Element hier auf dem Platz mit der Schwitzhütte die Verbindung zu den Menschen drüben, die uns so nahestehen, aufrechtzuhalten.
00:57:54: Und eins möchte ich noch erwähnen ja... Ich weiß, ich wurde letztens gefragt wie wir Schwitzhytten ich denn schon gemacht habe in den vielen Jahren?
00:58:01: Ich bin so etwa auf acht hundert Schwitzhyden gekommen.
00:58:04: aber eines muss ich dazu sagen jede Schwitzhöhte ist anders.
00:58:09: es gibt keine Parallelen dass man eine Zeremonie miteinander vergleichen kann weil Logischerweise, der Kreis der Menschen ist anders.
00:58:20: Die Jahreszeit ist anders Das Wetter ist anders Wir alle selbst sind nicht jeden Tag immer gleich Und wenn wir in die Schwütte gehen machen wir immer wieder eine neue Erfahrung.
00:58:31: Ja ganz liebendank und ich finde das besonders wichtig dass auch einzuordnen.
00:58:36: Deswegen ist es großartig dass ihr heute darüber gesprochen habt und uns aus Im wahrsten des Wortes ein Gefühl als höhere mitgegeben habt dessen was das ist, was es für euch bedeutet.
00:58:49: Also es kommt unfassbar viel Wertschätzung und Dankbarkeit bei euch beiden rüber dass ihr das erleben durfte, dass ihr aufbauen durftet und ich kann mir das so gut vorstellen dass es gleichzeitig auch eine Herausforderung ist im Zeitgeist des spirituellen Sehnsuchtsverhaltens.
00:59:09: Ich möchte da etwas erleben, ich benutze mal das Wort spirituelles Event so ne Sehmsucht zu haben, dass Menschen dann sagen die Eifel soll ja mystisch sein und jetzt suchen wir doch mal und dann schenken wir einen schwitzwitten Gutschein, dass das für euch auch eine herausforderung ist die manchmal wahrscheinlich schmerzhaft sein kann zu sagen.
00:59:31: Ja, das war... Das ist wohl wahr.
00:59:33: Genau!
00:59:34: Das soll der Beuerhof nicht werden, ja?
00:59:38: Das kürzeste Gebet, Birgit, der Lakota lautet Mitakue Uyassin.
00:59:45: Das heißt so viel wie alle meine Verwandten.
00:59:48: also wir rein uns ein in die Schöpfung.
00:59:50: Wir sind nicht mehr wert als der Eifelatlam Himmel oder die Maus am Boden Und wir reihen uns ein in das, was wir gelernt haben.
00:59:57: Wir wollen da nicht mehr daraus machen und auch nicht indianischer sein.
01:00:02: Wir fragen auch keine Federn mit uns rum, sondern versuchen da genauso wie wir es von der Lehmdier-Familie gelernt haben – bodenständig!
01:00:12: Keep it easy sagt er John immer unprätenziös damit umzugehen.
01:00:16: aber den Kern wollen wir sehr ehren.
01:00:18: Aber wir machen nicht mehr draus, das ist ganz wichtig.
01:00:22: Und wenn dann Menschen nach Indianistik suchen, das ist einfach ein ganz anderer Zweig.
01:00:27: Sowas gibt es auch.
01:00:28: Also Hobbyisten-Tum und so... Das ist aber eine anderes Universum!
01:00:34: Und deswegen wir reihen uns da ein und versuchen das so zu halten wie wir das bekommen haben.
01:00:41: Ja, danke dir.
01:00:42: Dieter, möchtest du noch etwas zum Abschluss mitgeben?
01:00:45: Ja, ich möchte mich erstmal bei euch beiden bedanken, nämlich bei dir Birgit.
01:00:49: Dafür dass du dich zur Verfügung stellst und mein lieben Sohn Holger den ich in der letzten Jahren intensiver erlebt habe als je zuvor was natürlich mit unseren Beidern Prozess zu tun hat er in seinem Beruf Ich hier auf dem Bäuerhof Und die Symbiose die sich daraus ergibt ist eigentlich ein wunderbares Zeichen dafür das es weitergehen darf und weiter gehen kann wertschätzend in die Zukunft bringen werden, wie auch immer sich das gestalten wird.
01:01:19: Also dann sage ich jetzt auch abschließend noch einmal danke an euch dass ihr diesen Ort bewahrt haltet und auch als Gastgeber zugänglich macht und teilt!
01:01:31: Danke dir alles Liebe und bis
01:01:33: bald!
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