#1: Ankunft am Beuerhof – wie alles begann

Shownotes

„Ich hatte das Gefühl, ich gehe mit den Spirits des Beuerhofs einen unsichtbaren Vertrag ein“, sagt Beuerhof-Gründer Dieter Scholz in seiner ersten Podcastfolge über diesen außergewöhnlichen Ort der Begegnung in der Eifel.

Im Gespräch mit Moderatorin Birgit Eschbach berichtet er, wie er 1967 zufällig auf den Beuerhof in der Eifel stößt und wie dieser Moment sein Leben für immer verändert. 
Was mit der Suche nach einem Wochenendhaus für seine Familie beginnt, entwickelt sich zu einer lebenslangen, generationenübergreifenden Verbundenheit.

Themen dieser Episode:

  • Ankommen an einem besonderen Ort
  • Naturverbundenheit & Kindheitserfahrungen
  • Zufall vs. Führung im Leben
  • Spirituelle Erfahrungen (Schwitzhütte)
  • Indigene Einflüsse & Lakota-Tradition
  • Entscheidung & Lebenswende

Ausblick Folge 2:

  • Wie funktioniert eine Schwitzhütte wirklich?
  • Was passiert dort körperlich und innerlich?
  • Und wie wurde der Beuerhof zu einem spirituellen Seminarort?

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 Hier findest Du weitere Infos: https://www.beuerhof.info Oder schreib uns gerne eine E-Mail an: holger.scholz@beuerhof.info

Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company:
https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:11: Lieber Dieter, es ist sehr schön dass wir uns heute darüber unterhalten können wie du zum Baujahrhof gekommen bist und wie das spirituelle, das erdverbundene und auch das indianische zum Baujarhof gekommen ist.

00:00:25: Zunächst einmal reisen wir in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

00:00:29: was dort passiert?

00:00:31: Normalerweise, wenn mich Leute fragen wie bist du denn zum Bau aufgekommen, sag ich immer.

00:00:35: Wenn ich keine Lust habe zu erzählen, dann sage ich immer mit dem Auto.

00:00:41: Aber ich möchte jetzt mal anfangen in diesem Jahr.

00:00:47: als meine Tochter im Mai geboren wurde.

00:00:49: Und wir damals in dem sehr hästlichen Chemieort Wesselling bei Köln wohnten mit schlechter Luft und hab dann zu meiner Frau gesagt, du, wir müssen versuchen an zumindest bis fürs Wochenende irgendein Dummi-Ziel in der Natur zu bekommen.

00:01:02: die Eifel ist nicht weit.

00:01:04: ich hatte auch durch die Schule immer durch Schulfreizeiten eine starke Affinität zur Eifle.

00:01:12: Ja, wie das so ist im Leben.

00:01:13: Wenn man sich etwas visioniert, bekommt man plötzlich von rechts und links Informationen Botschaften die man nicht bekommen hätte wenn er sich diesem Thema nicht zugewandt hätte.

00:01:22: Ich gucke als in der Zeitung am anderen Morgen unter Immobilien und lese dort eine kleine Wortanzeige Verkaufe mein herrlich gelegenes Grundstück mit aufbauten.

00:01:34: Da dachte ich aufporten, das klingt bezahlbar.

00:01:37: Denn Geld hatten wir nicht viel und herrlich gewesen ist Grundstück eigentlich genau das was du

00:01:41: willst.".

00:01:42: Und es war eine Telefonnummer dabei und ich habe dann angerufen und da meldete sich der Bürgermeister vom Dorf.

00:01:49: Ja, er sagte Ich hab die Aufgabe übernommen für den Ludwig Schützter draußen am Beuerwüsch.

00:01:54: Die Leute sagen heute noch Beuer Wüsch, Nicht-Beuerhof.

00:01:58: Die Aufgabe aber genommen Termine Besichtigungstermine zu vereinbaren

00:02:02: Das ist ja mal ein engagierter Bürgermeister.

00:02:05: Ja, jedenfalls habe ich dann den Termin vereinbart und dann bin ich nach Uxheim gekommen so heißt der Ort.

00:02:11: Und bin in den Ort rein.

00:02:12: und damals das war neunzehntelsechzig, das kleine Ort mit vielleicht sechzig-siebzig Häusern und Höfen.

00:02:21: Der Ort hatte damals noch keine Straßennamen sondern die Häuser hatten Nummern Und jedes Haus hatte einen Misthaufen vor der Tür.

00:02:31: Jedes Haus war im Prinzip ein kleiner Bauernbetrieb, die Männer sind arbeitengang und die Frauen haben den Bauern Betrieb geleitet.

00:02:39: Es war im Grunde genommen kein Mensch auf der Straße aber es waren eine Bäckerei dort.

00:02:44: also bin ich in die Bäckerei rein Stand die Bäckersfrau hinter dem Dresen, ist eine Entschuldigung.

00:02:50: Wenn ich störe, ich würde gerne mal den Beuerhof besuchen.

00:02:53: Oh, sag sie!

00:02:54: Sie sind der, der den Beuehof kaufen will?

00:02:57: Also es hat sich schon rumgesprochen, dass da ein Verrückter kommt, der das den kaufen will.

00:03:01: Das achten wir, hören Sie mal.

00:03:03: Das können Sie nicht machen.

00:03:04: Mich würden dort keine zehn Pferde hinkriegen.

00:03:06: Dort spuckt es.

00:03:07: Dort ist ein Beklopter.

00:03:08: Den holen die bestimmt mal

00:03:09: ab.".

00:03:10: Ja so war die erste Begegnung im Beuerhofs.

00:03:15: Welche Region der Eifel ist das?

00:03:17: Das ist Landcrest Down.

00:03:20: Also Vulkan Eifel?

00:03:22: Ja, das sind Patienten der Vulkan-Eife genau.

00:03:26: Ich bin dann natürlich rausgefahren, denn sowas hat mich bestärkt als abgeschreckt und dann kam ich an und dann stand dieser Bekloppte hier in Nanten mitten im Hof Grinst über das ganze Gesicht.

00:03:40: Er sah aus wie ein Stein, Schlapperhose, wirres Haar.

00:03:44: Grinst übers ganze Gesicht und hieß ihm willkommen mit Worten.

00:03:47: Oh da bist du ja!

00:03:48: Du warst hier lange nicht hier gewesen.

00:03:51: Ich sag ich war noch nicht da doch sagt er du warst schon da.

00:03:54: Sag nein Doch sagte du wirst schon noch feststellen dass du schon mal hier gewesen bist.

00:03:59: So und das sind die Worte mit den heute noch wenn die Gäste hier ankommen Begrüße begrüßte und viele immer konsterniert sind weil sie Nein, nein, ich war auch nicht hier.

00:04:08: Also lange Rede, kurze Sinn.

00:04:09: Es war damals eine Begegnung mit den Menschen wo ich heute weiß dass das hinführend war für alles was später kam.

00:04:17: Du hast ihn auch jetzt gerade als bekloppt aber strahlend bezeichnet.

00:04:21: Das heißt da war sofort ne Verbindung zwischen euch da eine schöne verbindung.

00:04:26: Ja

00:04:27: nun bin ich gespannt.

00:04:28: Was waren denn?

00:04:29: Was hat sich dann hinter den aufbauten verborgen?

00:04:31: hinter den aufbauten?

00:04:33: das waren keine aufbauen es war ein steinhaufen mit dem dach drauf.

00:04:38: Es war ein einziges zimmer in dem es nicht reingeregnet hat und das ganze haus war spirituell esoterisch durchforstet.

00:04:47: weil nur ein beispiel ich bin dann in diese Tenne reingefahren, das war ja mal ein Bauernhaus.

00:04:54: Und die Tenne, wo früher das Heu eingefahren wurde ... Das war so eine Empfangshalle aber ohne jegliches Inventar und ich wunderte mich nur.

00:05:04: auf dem Boden waren große Kreise von eins bis zehn oder zwölf und in der Ecke standen Riesenstapel einmal von eins- bis zwölfe und ich sage was ist das denn hier?

00:05:15: Oh sagt er!

00:05:16: Das ist ganz wichtig.

00:05:17: Wenn es regnet, musst du einmal eins auf die Eins, dir fünf auf die Fünf, dir zehn auf die Zehn und dann brauchst du nur alle zwei Stunden das Wasser austragen.

00:05:26: Das kannst du dir vorstellen in welchen Zustand das Haus war?

00:05:28: Das kann ich mir vorstellen!

00:05:30: Ja.

00:05:31: Und das kannst du ja vorstellen warum wir für das Anwesen mit sechs tausend Quadratmeter Land damals nur achtzehntausend Mark bezahlt haben.

00:05:38: im Dorf wollte das keiner haben.

00:05:40: Keiner.

00:05:42: Du hattest die Idee, ihr wolltet raus.

00:05:44: Ihr wolltet für die Familie auch etwas Naturverbundenes haben, frische Luft eine gute Atmosphäre?

00:05:51: Wie hat deine Frau mit einem kleinen Kind, mit einem Baby darauf reagiert dass ihr euch dieses Objekt ich sag jetzt mal angetan habt war sie genauso begeistert wie du.

00:06:00: da hat sie gesagt oh je hier sehe ich.

00:06:02: aber Wenig Entspannung darf viel Arbeit auf mich zukommen.

00:06:05: Es war

00:06:06: nie ein Thema, meine Frau war Feuer und Flamme und wir sind also gemeinsam am vierten September.

00:06:11: neunsten hat siebenundsechzig.

00:06:12: mit den vier Monaten alten Kind sind wir dann hier auf dem Bauhof gelandet

00:06:17: Und habt das als Wochenendehaus genutzt?

00:06:19: Wir haben

00:06:20: das dann von da an immer nur als Wochenendhaushaus gesehen und es hat sich ganz schnell eine Art Community gebildet aus Großeltern, Opa, Oma, Tanten, Schwestern Brüder, Freunde.

00:06:32: Alle haben den Baujahrhof plötzlich als ein Domizil der Entspannung entdeckt und haben uns im Laufe der Jahre sehr intensiv und mit viel, viel Einsatzunterstütze unterhalten.

00:06:45: Und so ist dieser Platz und das Gebäude immer größer geworden.

00:06:48: Man hat mich immer gefragt, wieso baust du den hier noch aus?

00:06:50: Und dort noch was an und hier noch... Ja!

00:06:53: Ich weiß es nicht aber es macht halt Spaß sowas zu machen.

00:06:56: Dass das später ein Seminaus wurde war damals überhaupt nicht geplant.

00:07:00: Du dann reißen wir also.

00:07:01: ich kann's mir sehr gut vorstellen.

00:07:02: deine Kinder werden das ja auch genossen haben.

00:07:04: die Natur Leben mit den Tieren.

00:07:08: Meine Kinder haben ihre ganze Jugend intensiv am Bio verbracht, wenn wir auch nur in den Ferien und jede freie Zeit hier waren jedes Wochenende rausgefahren sind.

00:07:18: aber meine Kinder die haben diese Zeit hier das war für sie auch ganz maßgebend für die Entwicklung ja die verbunden hat zum Ort und die Verbundenheit zur Natur.

00:07:27: Das ist auch bei meinen Kindern immer noch geblieben.

00:07:30: Gibt es so ein paar Sachen, an die du dich erinnern kannst?

00:07:33: Die so einschneidend waren.

00:07:36: Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Situation auch in der Eifel wo ich mit meinem Vater und meinen Bruder einen ganzen Tag nichts anderes gemacht habe als von einem kleinen Rennsaal Staudämme gebaut habe das Wasser umgeleitet habe so versunken wie ich glaube danach nie mehr in meinem Leben, in eine Sache.

00:07:58: In einem ja schönstes Naturerlebnis war.

00:08:01: Naja solche Situationen gab es natürlich zu Hauf und viele.

00:08:05: aber ein Markantes was sich vielleicht erwähnen kann ist dass ich meinen Sohn gelernt habe beigebracht habe im Bach der unten im Tal war mit der Hand Forellen zu fangen.

00:08:16: Wir sind beide dann durchs Wasser gestiegen und haben tatsächlich mit der Hand Forellen gefangen.

00:08:23: Und mein Sohn, der war damals sechs, sieben, acht Jahre alt, hat das so schnell gelernt, dass ich also später als ich mit ihm mal an einem anderen Bach war, da hat er mehr Forellen angefangen als ich.

00:08:35: Stark!

00:08:36: Was ist das Besondere am Forellen?

00:08:38: Mit der Handangeln gibt es da ein Geheimnis?

00:08:41: Das Besondere ist, dass man nicht erwischt werden kann, weil man keine Angel hat.

00:08:48: Aber ansonsten ist es natürlich wirklich, das Tier nicht mit einem Köder zu überlisten sondern mit gleicher Ausrichtung das Tier zu fangen.

00:09:02: Wenn ein Jäger in den Wald geht und schießt einen Reh Ja, dann nimmt ein Gewehr und schießt eine Kugel in den Kopf.

00:09:08: Aber er nimmt nicht die Hellebarde oder den Spieß und rennt hinter dem Reher um es zu erlegen.

00:09:13: Das ist ja unweitmännisch.

00:09:15: Das wird nicht gemacht.

00:09:17: Jedenfalls das ist eines von vielen, vielen Erlebnissen.

00:09:21: Meine Kinder hatten beide einen Pferd, die waren manchmal tagelang unterwegs mit ihren Pferden draußen in der Natur.

00:09:26: Also es war ein Leben im Einklang mit der Natur.

00:09:31: Du selbst bist dann ja in der Zwischenzeit auch noch Europas berühmt.

00:09:36: ist das Foto Modell geworden oder eines der berühmten?

00:09:40: du hast was der Kämelmann, der für Freiheit, für Abenteuer und Wildnis stand.

00:09:47: Als Nichtraucher hast du diesen Vertrag bekommen also für ganz Europa.

00:09:52: glaubst du dass man dir das angemerkt hat, dass du authentisch Ruf der Wildnisstand?

00:10:00: Na ja, dass ich nicht raucher war.

00:10:01: Das habe ich hier gar nicht durchscheinen lassen beim Casting und sicherlich kann man davon ausgehen, dass meine Affinität zur Natur und zur Wildnis und zum Leben in Outdoor das mitgeprägt hat klar!

00:10:18: Ich möchte da einen ganz kleinen Ausflug reinmachen.

00:10:21: Wir kehren gleich zum Beuerhof zurück, aber wir haben jetzt das Jahr zwanzig sechsundzwanzig wo wir diese Folge hier aufnehmen.

00:10:28: heute wird unglaublich viel mit ke gemacht.

00:10:30: Heute werden Fotoproduktionen in Studios gemacht wo alles nachgebaut wird virtuell.

00:10:36: In den siebziger Jahren war es noch anders.

00:10:39: dort wurden die Aufnahmen wirklich noch in der Natur gemacht Die Kampagne, die Produktion der Kampagnen stattgefunden.

00:10:48: Diese Kampagner hat gestohlen in Kenia und zwar am Fuße von Kilimanjaro.

00:10:53: Wir waren in Nairobi und von dort aus in einen Expeditionscamp raus, in die Serengeti gefahren.

00:11:00: Und da haben wir sechs Wochen oder acht Wochen lang haben wir dort kampiert und dort wurde alles produziert.

00:11:06: Filme, Kinofilme, Anzeigenplakate... Die ganze Werbekampagne wurde dort im Laufe der Zeit aufgenommen.

00:11:13: Ihr kriegt sogar mal acht Tage Heimaturlaub und Duft nach Hause fliegen und mussten dann wiederkommen?

00:11:19: Ja!

00:11:20: Hast du von dort etwas mitgenommen in die Eifel?

00:11:23: Hat sich dann noch mal was für dich verändert.

00:11:26: Was ich mitgenommen habe, ist wie intensiv Menschen im Einklang mit der Natur leben können und das hat mich also sehr bestärkt.

00:11:35: ein herausragendes Erlebnis vor allerdings auch meine Besteigung von Kilimanjaro

00:11:40: Und du hast auch im Vorgespräch erzählt dass sich deine Jahre nach der Flucht Oberfranken, in der du sehr naturverbunden als kleiner Junge das Genossen hast auf in den Wald zu gehen.

00:11:55: Auf einer Lichtung zu stehen und wirklich eine Natur zu leben.

00:12:00: Das ist also schon etwas was sich wie ein roter Faden durch dein Leben zieht ja?

00:12:04: Ja das resultierte einfach aus der Situation und die Verbindungsnatur war eng verbunden mit Überlebenswillen.

00:12:11: Als wir in der Investition gelandet sind, wo wir zwangseinquartiert worden waren bei Bauern hatten wir nichts zu essen.

00:12:21: Wir lebten von dem was die Natur uns geboten hat.

00:12:25: Wir sind raus in die Wälder und haben eingesammelt etwas nach Essbarem rausgesagt.

00:12:36: Es waren aber auch große Gartenanlagen da, wo wir nachts eingestiegen sind und haben Gemüse und Sachen geklaut.

00:12:43: Wir sind auf fahrende Züge hochgeklettert und haben Kohle runtergeschmissen oder Holz oder was wir bedringend brauchten.

00:12:50: Wir waren eine Gang von jungen Leuten in sieben, acht, neun, zehn Jahre und wir haben dafür gesorgt dass wir immer etwas zu essen

00:12:57: hatten.".

00:12:57: Ja ja das ist eine Generation die genau damit groß geworden ist... Väter fehlten in vielen, vielen Fällen und die Kinder, die jungen Männer, die Jungs hatten eben da schon ganz früh ihre Aufgabe.

00:13:13: Du hast doch gerade beschrieben als du auf den Baujahr aufgekommen bist das der ganze Ort also bestehend aus diesen Sechzig-Siebzig Häusern dass das im Prinzip auch Selbstversorger war.

00:13:23: Und wenn ich an meine Kindheit zurückdenke Ich bin neunzehntsechsundsechzig geboren.

00:13:27: Auch wir hatten im Garten selbstverständlich eine Nutzgarten, ein Gemüsegarten und haben vieles aus dem Garten auf den Abendbrotisch geholt.

00:13:37: Wie ist das Umfeld vom Bayerhof?

00:13:39: Wie ist der Ort heute?

00:13:40: Ist immer noch vor jedem Haus einen Misthaufen?

00:13:43: gibt es noch die Kühe?

00:13:44: Nein, Öksam ist heute ein Ort wo Menschen ihre Einfamilienhäuser gebaut haben.

00:13:50: Jeder hat einen Garten, jeder hatten Vorgarten.

00:13:52: Es ist alles sehr sehr bürgerlich aber Besitz ergreifend gemacht worden.

00:13:59: Und die Leute leben hier einfach nur in teilweise.

00:14:02: auch das eigentliche Dorfleben existiert gar nicht mehr, weil mittlerweile hat das Ort nicht recht, sondern es sind vorhundertfünfzig oder dreihundert Häuser und da sind sehr viele Leute zugezogen, die die Verbindung zur alten Struktur gar nicht haben.

00:14:16: Ich möchte gleich noch eins erwähnen, was damals war?

00:14:19: dieses Thema um Versorgung und Überleben.

00:14:23: Ich musste damals ja zur Schule gehen.

00:14:25: ich wurde also mit sieben Jahren eingeschult Und wir wohnten in Oberfranken im Ort außerhalb des Ortes und man musste also ungefähr eine Stunde zu Fuß gehen Um zur Schule zu gehen.

00:14:38: Ich bin dann in der Zeit in den Jahren, wo es wirklich ums Überleben ging.

00:14:45: Bin ich tatsächlich um fünf Uhr früh aufgestanden.

00:14:48: Hab meinen Schulranzen auf den Rücken geschnallt zwei Einkaufstaschen rechts und links bin erst mal durch einen Wald gegangen hab Pilze gesammelt habe die Pilze auf dem Markt verkauft.

00:14:58: nach der Schule habe ich für das Geld Brot gekauft mit mit dem Brot wieder nach Hause gekommen.

00:15:03: Das waren damals so Rituale Die uns also auch sehr geholfen haben.

00:15:09: Ja und ich fand es auch so faszinierend, dass du gesagt hast wenn du eben nicht in der Schule warst.

00:15:14: Wenn du nicht im Haus geholfen hast sondern frei hattest.

00:15:18: als Kind muss das ja so sagen Es waren einfach damalige Zeiten.

00:15:23: Auch dann bist du eben alleine in den Wald gegangen Und hast dort die Ruhe genossen und die Einsamkeit.

00:15:30: Man kann fast sagen da sich den Wald immer meditativ erfahren haben

00:15:35: Was ungewöhnlich ist in dem Alter.

00:15:37: Ja, aber du führst darauf zurück, dass du natürlich auch ganz viel Stress mitbekommen hast als Kind.

00:15:43: Durch Krieg durch Flucht und das dann Ruhe für dich einfach schon sehr früh ein Genuss war?

00:15:50: Also...

00:15:51: Wir haben ja eine Flucht, seit von russisch geflüchtet haben wir ja monatelang einen Fluch hinter uns.

00:15:57: die kann ich gar nicht wieder geben.

00:16:01: Dann reisen wir jetzt noch mal weiter wieder zurück zum Beuerhof.

00:16:04: Wir haben diesen kleinen Ausflug gemacht nach Oberfranken, wir haben den kleinen Ausglug zum Kilimanjaro gemacht.

00:16:10: Du hast dir habt glückliche Zeiten dort gehabt.

00:16:13: das war viel Besuch gehabt und dann gab es eine erste Wendung.

00:16:17: Ende der achtziger Jahre

00:16:19: Ja Ende der Achtziger Jahre Das war einige Jahre nach meiner Scheidung hatte ich dann so das Gefühl, Beuerhof.

00:16:27: Das war eine tolle Zeit!

00:16:28: Wir haben viel miteinander erlebt aber irgendwie muss man auch nur deinen Strich machen und ich hatte so das gefühl Ich müsste den Beuer Hof verkaufen.

00:16:37: Ja die Kinder waren damals schon aus dem Haus?

00:16:39: Die Kinder

00:16:40: waren mit meiner Frau in Wesselink.

00:16:41: ja sie hatten meinen Sohn war schon längst in der Lehre und meine Tochter auch Und ich war mehr oder weniger am Bauhof dann alleine gestellt.

00:16:50: Gut, ich hatte immer Leute die hier das in Ordnung hielten, die den Hof betreut haben.

00:16:55: Es waren auch Tiere am Hof, die betreuten werden mussten.

00:16:57: Aber ich war in Wesseling ganz tief in meinen Beruf verstrickt, Erfolg gehabt, Geld machen und ja also richtig im System.

00:17:06: Und dachte der Bauhof war eine schöne Zeit.

00:17:09: aber jetzt wird es Zeit sich zu trennen verkaufen, mit dem Geld kannst du noch schön was anderes machen.

00:17:14: Vielleicht eine kleine Finca auf Mallorca kaufen oder irgendwas.

00:17:17: Ja so war ich damals drauf und dann habe ich auch sofort einen Markler gehabt.

00:17:23: der hatte ein Kunden in Holländer die Pferde züchten wollte am Beuhrhof Und mit dem Makler habe ich dann sehr schnell Einigkeit gefunden.

00:17:30: Wir haben die Dinge ausgetauscht, alles was man zum Grundstück wissen muss und auch der Kaufpreis war ein Thema mit dem wir uns sehr schnell einig wurden.

00:17:40: und er sagt okay, wir haben heute Samstag nächsten Samstag in einer Woche komme ich dann mit dem Käufer und da machen wir den Vortrag Ja, das hat sich noch gebluckt.

00:17:49: Da haben wir ja noch acht Tage Zeit.

00:17:50: Ich kann es nur immer darüber leben aber eigentlich ist alles klar.

00:17:53: Ich denke dass wir das dann machen werden

00:17:55: so.

00:17:57: Dann war dieser Makler weg und am Abend kriegte ich einen Anruf von einem bekannten, entfernt bekanntester Hömmer.

00:18:03: Du bist doch der Dieter vom Beuerhof!

00:18:05: Du hast auch viel Land.

00:18:07: Wir sind hier im Westerwald.

00:18:09: Wir machen hier ein Seminar mit indianischen traditionellen Werten aber wir dürfen nicht trommeln, wir durften kein Feuer machen.

00:18:15: Wir haben überhaupt keine Möglichkeit unsere angepasste Arbeit zu tun.

00:18:19: können wir zu dir kommen?

00:18:21: Ja, ja wandeln.

00:18:22: Ja morgen ist Sonntag aber kein Problem.

00:18:26: Könnte kommen.

00:18:26: wie lange wollt ihr denn bleiben?

00:18:28: Bis Samstag seit das passt.

00:18:29: auch samstag wird der Hof verkauft.

00:18:31: Oh sagt er dann laden wir dich am freitagabend zu einer schwitzhütte ein.

00:18:36: Ich sage ja ich weiß zwar nicht was das ist Aber ist sowieso immer mein saunertag.

00:18:40: Dann machen wir das mal so.

00:18:43: Das war ein bekannter von dir aus dem besterwald.

00:18:46: also keine fremde person das waren bekannte.

00:18:49: Weißt du Dieter, wenn ich ganz kurz unterbrechen darf?

00:18:54: Normalerweise im Fernsehen würde man jetzt sagen das ist der Cliffhanger.

00:18:58: Jetzt kommt eine Wiederwerbung oder die nächste Folge kommt es in einer Woche.

00:19:02: Ich glaube jetzt sind alle gespannt wie ein Flitzebogen.

00:19:07: Wir wissen ja schon dass daher Beuerhof nicht verkauft wurde.

00:19:09: aber jetzt sind wir natürlich ganz gespannt was in der Woche passiert ist.

00:19:13: Ja, es war so dass ich am Montag früh natürlich wieder nach Wesseling gefahren bin in meine Firma.

00:19:21: Hab dort gearbeitet bis Donnerstag.

00:19:23: Bin donnerstagabend weil ich neugierig war was die denn da machen?

00:19:27: Bin ich donnerstagabend schon rausgekommen und freitagfrühe habe ich dann gesehen die haben da drüben also ein tippi aufgebaut.

00:19:34: wir haben eine schwütze da aufgebaut ja haben richtiges schönes camp.

00:19:37: Es war damals noch nichts stand hier noch nicht von dem was heute alles hier steht.

00:19:42: Ja, jedenfalls hab ich dir den Kontakt und da haben die noch gesagt.

00:19:45: Aber

00:19:45: konnten die schon da wohnen?

00:19:46: Wenn du sagst, es stand nichts aber die Wohnfläche oder Zimmer waren ja schon da, ne?

00:19:50: Ja klar, so ein Schonräume da weil Oma und Oma haben ja auch schon mehr Zeit lang hier gewohnt gehabt.

00:19:57: Jedenfalls bin ich dann mal rüber, habe die begrüßt.

00:20:00: Denkt dran morgen Abend gegen fünf, sechs Uhr Schwitzhütte.

00:20:04: Gucken wir mal, ich denke schon.

00:20:07: Für mich war das einfach noch irgendwie so etwas diffus.

00:20:10: Ich konnte mir keine richtige Vorstellung machen.

00:20:12: Ja, jedenfalls am anderen Tag nachmittags kam ein Unwetter.

00:20:16: Es war ein Unweiter... Ich habe hier viele Unwette erlebt Aber dieses Unweter, das werde ich nie vergessen Das war das erste Mal dass ich in meinem Leben einen Kugelblitz gesehen hab.

00:20:26: Der ist auf unserer Pferdekoppel entlang von Fahl zu fahl, hundert Meter über die Wiese und ist mit lauten Knall in die Erde rein.

00:20:35: Es war als ob die Welt untergeht.

00:20:37: es hat gehagelt gestürmt geregnet.

00:20:41: ich habe gehört schwitzhütte da macht man doch steine am feuerheiß und dann wird das ist doch alles gar nicht möglich.

00:20:46: nee nee nee die haben mich um sechs Uhr gerufen hey es geht los kommen rüber.

00:20:51: Ich malte meine Badehose im Hand darunter am Arm.

00:20:54: bin ich darüber gewetzt Und glaubst du, dass mir irgendjemand was erzählt hätte und was es geht?

00:21:00: Die haben mich in eine Schütte reingeschoben wie ein Kuchen im Ofen.

00:21:04: Hinter mir ging die Tür zu.

00:21:05: Es war stockdunkel aber vor mir ging eine riesengroße Tür

00:21:10: auf.".

00:21:10: Du meinst diese Tür wahrscheinlich jetzt im übertragenen

00:21:14: Sinne?".

00:21:14: Es ging einen übertragenden Sinne eine Tür auf.

00:21:17: ich habe die ganze Zeremonie im Traus wahrgenommen.

00:21:21: Ich weiß, ich habe hinterher gehört, dass man vier Gründen gemacht hat und immer wieder neue Steine reingekommen sind.

00:21:28: Ich habe keine Details mehr.

00:21:31: Als ich am anderen Morgen um sechs Uhr früh wach geworden bin, da habe ich noch das Trommeln und das Singen gehört und die Hitze noch gespürt.

00:21:39: Aber ich konnte mich an Details gar nicht erinnern.

00:21:42: Aber an eins konnte ich mich erinnernen!

00:21:44: Oh der Makler!

00:21:46: Um elf kommt ja mit dem Kunden Vertrag so... Dann habe ich von sieben Uhr an Alle Viertelstunden versucht den Makler zu erreichen.

00:21:54: Um halb neun habe ich ihn gekriegt, um ihm zu sagen, dass ich nicht verkaufe und er soll mit seinem Kunden zu Hause

00:21:59: bleiben.".

00:22:01: Und sechs Wochen später war Archie Fire Lehm dir der Lakota-Häugling hier auf dem Platz!

00:22:08: Du siehst, hörst mich sprachlos?

00:22:10: Da geht es jetzt minutiös rein... Was ist eine

00:22:14: Schwitzhütte?!

00:22:16: Eine Schwitzhitze ist ein tausend Jahre altes Ritual wo die Menschen in einen dunklen Raum reingehen.

00:22:24: In der Mitte ist ein Feuer, wo Steine bei Salzsteinen meistens weil sie am linksen Hitze halten, draußen am Feuer glühend gemacht werden, reinkommen.

00:22:33: In den Mitte abgelegt werden, die Tür wird zugemacht es ist stockdunkel du siehst nur die rötlichen Steine und das wird Wasser aufgegossen.

00:22:41: Und das ist eine Zeremonie, die kann man nicht beschreiben Kann man auch nicht sagen was dort passiert?

00:22:47: Weil dass jedem seine eigene Erfahrung ist.

00:22:50: Ich weiß nur, dass Archie hier war und mit uns dann im März, am Beuerhof, die erste Schwitzhütte mit uns gemacht hat.

00:23:00: Und seitdem sind zwölftausend Menschen hier durch die Schwitzhöhte gegangen.

00:23:05: Unglaublich!

00:23:05: Also wir müssten trotzdem jetzt nochmal gerade reingehen in die Schwitzhütte... Du hast ja gesagt du selbst bist davon ausgelagert es hat irgendwas mit Sauna zu tun?

00:23:14: Bist also ein Baderhose oder mit einem Handtuch darüber?

00:23:17: Es hat überhaupt nichts mit Saunas zu tun.

00:23:20: deine Erwartungshaltung warst, weil du hast gerade gesagt ... Du hast gesagt ja, das mache ich.

00:23:26: Freitag ist eh mein Saunatag!

00:23:28: Das heißt, du wusstest wirklich gar nicht was da ist?

00:23:31: Ja,

00:23:32: ich habe das damals auch assoziiert wie mit einer Sauna aber mir ist klar geworden dass hat mit Sauna überhaupt nichts zu tun.

00:23:39: Das Einzige ist das Physikalische, dass man Steine mit Wasser benutzt und es dadurch heiß wird.

00:23:45: Dass auch das einzige was an Sauna erinnert.

00:23:47: alles andere Kann man nicht mit Worten ausdrücken, weil ... Man muss es erleben.

00:23:55: Aber die Menschen sitzen dort eine Zeit lang zusammen?

00:23:58: Kannst du ungefähr sagen wie lange man in der Schwitzhütte ist?

00:24:01: Nein kann ich nicht sagen, weil jede Schwitze da anders ist.

00:24:04: Es ist ein völlig unprogrammierter Prozess, den man sich quasi ausliefert im Vertrauen, dass man eine Erfahrung macht und das jede Schwitz hüttelt Jede Schwitzhütte, auch diejenigen, die schon hunderte gemacht haben.

00:24:19: Wir wissen das jede Schwitz-Hütte anders

00:24:21: ist.".

00:24:23: Du hast gesagt du kannst dich an wenige erinnern?

00:24:25: Das wären trausellische Erfahrungen gewesen!

00:24:27: Ist das etwas was typisch isst?

00:24:31: Ja, man kann nicht davon ausgehen dass alle Menschen es die gleiche Empfindung und die gleicher Erfahrung bei der Schwütte haben.

00:24:37: Es gibt Leute die haben erst nach der dritten Schwützhütte wenn sie dann noch weitere machen ihre wirklich ihre tiefe Erfahrungen machen.

00:24:44: ich habe aber auch ganz viele Menschen erlebt die gleich bei der ersten schwötete so geflasht und so einvernommen waren Und ein Erlebnis hatten was sie nie mehr losgelassen hat.

00:24:56: Das jetzt so geschildert, du bist morgens wach geworden.

00:25:00: Du hast die Trommel gehört, hast Klänge gehört und dir war klar, jetzt wird hier nicht

00:25:05: verkauft.".

00:25:07: Was ist das für ein Gefühl gewesen?

00:25:09: Wieso wart ihr das klar?

00:25:11: Wiso hattest du keine Sorge rückblickend oh je.

00:25:14: was war da, wieso kann ich mich nicht erinnern?

00:25:17: Woher dieses Gott vertrauen darauf dass dieses Erlebnis für dich so besonders war und auch ausschließlich positiver?

00:25:26: Das ist die Erfahrung, die ich aus der Schwütze mitgenommen habe zu erkennen.

00:25:31: Dass ich mich ganz auf die Werte und ganz auf das Sein der Spirits vom Bio vertrauen kann.

00:25:40: von nichts mehr beeinträchtigt werden kann, den Hof weiter in der Hand zu behalten um darauf aufzubauen.

00:25:48: Es war wie ein Vertrag, den ich einen unsichtbaren und nicht unterschriebener Betrag, dem ich mit den Spirits des Beuhrhofs eingegangen bin.

00:25:57: Und Archifraier Lehmdia ist heute noch eine Figur in Amerika drüben die hohen Ehren gehalten wird.

00:26:06: Die Familie Lehmdir Und Archie war ja zehn Jahre lang mit uns verbunden, bevor er dann gestorben ist.

00:26:11: Er hat uns zehn jahrelang betreut und uns in diese ganze Mythologie der Natur im Einklang mit der Natur zu leben eingebracht hat und das im Sinne von indigenen Wissen.

00:26:22: Ja jetzt... Das war aber an diesem Wochenende noch nicht dabei?

00:26:26: Sondern da war dein bekannte Freund aus dem Westerwald da und hat gesagt wir haben dort eine indianische Zeremonie.

00:26:32: Hat dein Freund auch die Besonderheit des Beuerhofes gespürt?

00:26:37: Davon gehe ich mal aus.

00:26:38: und hätte er nicht so dankbar zum Bauhof gekommen.

00:26:41: Du hättest ja auch nach später dann immer wiedergekommen, hat auch seine eigenen Seminare über den Bauhof

00:26:45: gemacht.".

00:26:46: Ah ja!

00:26:48: Also der Makler war wahrscheinlich traurig aber... Ich weiß es

00:26:53: nicht mehr.

00:26:54: Wir hatten nur noch einen kurzen Briefwechsel oder in Mehlwächs-Mehlverkehr oder irgendeine Telefonat wahrscheinlich wo ich erklärt habe dass ich es mir anders überlegt habe.

00:27:07: Wenn Sie sich doch noch anders überlegen, dann melden sie sich.

00:27:12: Dazu ist

00:27:14: das nie mehr gekommen?

00:27:15: Und dann ging es wie weiter?

00:27:17: Ja und mit Archiv und dem Wissen haben wir hier angefangen die ersten Schwitzhütten Seminare zu machen.

00:27:27: Also Archie gab es ja damals noch nicht.

00:27:30: Also die Verbindung zu Archie.

00:27:31: Das war ja, glaube ich... Wenn ich das richtig verstanden habe an diesem ersten, in deiner ersten Schwitzhitte noch nicht der Fall?

00:27:36: Ja so,

00:27:37: nee da war dir, ich wusste noch nichts zu dem Zeitpunkt!

00:27:41: Ich wusste weder was über die Schwitze, noch wusste ich etwas von indianischen Traditionen.

00:27:47: Du hattest nur die Entscheidung getroffen, ich verkaufe nicht und das Birre-Teile auf das lasse ich mich jetzt ein.

00:27:51: und dann beschildert er uns nochmal wie es dann dazu gekommen ist dass du das indianische Kennengelernt hast und dass du Archie kennengelernte hast

00:27:59: Dadurch, dass Archie gekommen ist und sich hier auf dem Hof... Er ist eigentlich durch den Menschen der dieses Seminar gemacht hat.

00:28:06: Mit denen ich die erste Schütte gemacht habe.

00:28:09: Der hat dem Archie von dem Platz erzählt und Archie hat gesagt da muss ich hin.

00:28:14: Und dann kam er ja eines Tages an und hatte sich auch angemeldet.

00:28:18: Ich war gerade noch in Wesseling bin dann später gekommen.

00:28:22: als ich dann kam saßen alle an einem großen Tisch im Haus Und Archie begrüßte mich mit den Worten, you are really a lucky man.

00:28:32: Ich sagte, why?

00:28:33: You have lots of good spirits around

00:28:35: here.".

00:28:38: Ich konnte das damals noch nicht so aufnehmen.

00:28:43: Aber

00:28:43: diese Worte werde ich nie vergessen!

00:28:45: Du hast eine Menge guter Spirits hier am Platz.

00:28:49: Und als ich dann später mit ihm ein, zwei Stunden übers Platz gegangen bin und wir an die Stelle ausgesucht haben wo die Schwütze dann gestanden hat.

00:28:57: Die er dann mit uns gebaut hat und die heute noch an dem Platz steht also natürlich nicht mehr die aber immer wieder neu gebaut immer auf den gleichen Platz da war mir klar dass hier eine Verbindung besteht zu einer ja zu einer Seinsweise die auf ganz uralte Werte aufbaut.

00:29:14: und dann wurde uns auch bewusst was wie immer wieder hörten das der Beuerhof Vor dreitausend Jahren schon eine keltische Kultstätte war, vor zweitausenden Jahren von den Römern als Pferdewechselstation benutzt wurde.

00:29:26: Vor tausend waren die Gamanen hier und da wurde mir bewusst welches Erbel wir angetreten haben.

00:29:33: Und es hat wirklich diese dreiundzwanzig Jahre gedauert oder fünfundzwanzig Jahre das zu erfahren.

00:29:40: Das zeigt auch mal dass Dinge sich auch entwickeln müssen Nicht nur wir, sondern auch das ganze Umfeld.

00:29:49: Dass es reifen darf und dass die Sachen dann trotzdem zum richtigen Zeitpunkt kommen.

00:29:53: Ich meine, da ist ja auch ein Zeichen, dass es genau zu dem Zeitpunkt kam als du verkaufen wolltest und nicht irgendwie ein halbes Jahr vorher.

00:30:01: Das Zernte ist, dass ich nach diesem Erlebnis mit Schwitze nie mehr was am Bauhof infrage gestellt habe, sondern immer die Zuversicht gesehen habe Und da habe ich auch die größte Unterstützung von Menschen bekommen, wo ich nie daran geglaubt habe dass das möglich sein wird.

00:30:20: Vielleicht erzählst du uns ein bisschen etwas zu Archie und seinem Stamm und seinem Leben?

00:30:25: Ja!

00:30:27: Archie ist natürlich auch eine Figur oder einen Mensch mit einer riesengroßen Geschichte.

00:30:35: Er hat die Stammeswürde von seinem Vater angenommen.

00:30:38: Archie war als junger Mensch eingezogen, er war im Vietnamkrieg eingezog.

00:30:44: Er musste dort in der vordersten Front als Funker.

00:30:48: für die Verbindung und für die Weitergabe von Informationen wurden Indiane eingesetzt weil sie sich auf Lakota Sprache verständigen konnten was der Feind nicht entziffern konnte.

00:31:00: Der war auch immer an der vordersten Front, ist dann in Gefangenschaft gekommen.

00:31:05: Nach der Gefangenschaft ist er wieder nach Deutschland gekommen und hat dann in Frankfurt, wo die Amerikaner stationiert waren noch in einer Granison gearbeitet.

00:31:14: Dort hat er mit Elvis Presse zusammen abends in den Bars gesungen und Musik gemacht.

00:31:19: Und später als er dann wieder zu Hause war, hat er am Sterbebitt seines Vaters die Stammeswürde übernommen hat von da an den Stamm betreut.

00:31:27: Zu Hause heißt wo?

00:31:28: Zhausta Kota, im heiligen Indianerland in Zhaosta Kota.

00:31:32: Und von dort ist er auch zu euch gekommen?

00:31:35: Naja

00:31:35: es war so dass der ältesten Rat der Indiana gesagt hat wir sind in einer schwierigen Situation.

00:31:42: Der amerikanische Staat gibt uns nicht unsere Rechte.

00:31:45: Wir müssen Botschafter nach Europa schicken damit die in europa mal drauf aufpackstermachen In welche Situationen wir indianer hier leben müssen.

00:31:52: Und es sind zwölf Indianer nach Europa geschickt worden.

00:31:56: Jeder in ein anderes Land, der eine Spanien, der andere Italien und der nächste in Holland.

00:32:01: Wo landete Archie-Feier-Lehmdir?

00:32:03: Der auch ausgesucht worden ist.

00:32:05: Er landete bei Honecker.

00:32:07: Und Archie hat in der DDR entlangt der Zonengrenze achtzehnt Schwitzhüttenplätze inszeniert und Menschen über die Schwitzhitte zu einem anderen Bewusstsein gebracht.

00:32:19: Und als die Mauer gefallen ist, neunundachtzig war er im März neunzehnneinzehntig hier bei uns.

00:32:24: Also das ist ja... also alleine das ist jetzt nochmal irgendwie in einem Kinofilm länger wert.

00:32:30: aber was für eine großartige Geschichte!

00:32:33: dazwischen, mit all dem was ich die erzähle gibt es noch so viel Zwischenstories und so viele Begebenheiten.

00:32:39: Die alle nennenswert wären.

00:32:40: aber das wird alles soweit führen.

00:32:42: Das glaube ich dir genau.

00:32:43: wir wollen ja jetzt heute in dieser ersten Folge mal hören eben genau wie bist du zum Baujahrhof gekommen?

00:32:48: Wie ist das indianische zum Baujarhof gekommen?

00:32:51: deswegen lass uns ein ruhig mal jetzt wieder bei.

00:32:55: Du hast gesagt, du hast nie mehr weil es eine Frage gestellt und das glatt gleichzeitig auch vieles dann begonnen was vorher noch nicht war.

00:33:02: Du warst zu dem Zeitpunkt aber ja auch noch in Köln selbstständig.

00:33:06: beschreib uns doch mal so dieses Spannen der erste Jahrzehnte zwischen neunzehnundneinzig und zweitausend.

00:33:12: naja ich war total selbstständige habe.

00:33:14: in dieser zeit habe ich große projekte gemacht.

00:33:17: Ich war mit meinem Fach Magazin.

00:33:19: als Journalist für Textilien War ich eine bewährte Figur oder eine begehrte Figur bei den Firmen.

00:33:29: Ich kriegte Einladungen über Einladung, ich habe die ganze Welt bereist und drei Mal meinen Reisepass neu machen müssen weil keine Stempel mehr reingingen.

00:33:39: Und bin also von China über Südamerika, über Afrika, New York, Taiwan durch die Gegend hab Textilfirmen besuchen dürfen über die ich dann in meinem Magazin immer berichtet habe Und dadurch habe ich in alle Reisen auch... Ich brauchte nie was bezahlen.

00:33:56: Ich kriegte immer alles bezahlt und diese Zeit war die Aufbauzeit, mit der ich hauptsächlich auch den Bauhof aufgebaut habe.

00:34:03: Immer in dem Bewusstsein der Bauhof ist letztendlich der Anker für mein Sein oder der Ancker für das, was sich in meinem Leben den Menschen gegenüber beizutragen

00:34:12: haben.".

00:34:12: Das heißt dieser du hast da schon eine Aufgabe gespürt, die dir aber nie Last war?

00:34:18: Es war keine Verpflichtung sondern du hast es als Einfach angenommen oder auch als Geschenk gesehen?

00:34:25: Ich habe es immer spontan als etwas gesehen, was mir zugeführt worden ist.

00:34:29: Ich hatte kein Konzept gehabt.

00:34:31: Ich habe keine Visionen gehabt, was der Beuhof irgendwann mal werden soll und das ist bis zum heutigen Tag so geblieben.

00:34:39: Ja ich habe jetzt auch keine Vision von dem, was mit dem Beuhof mal werden wird.

00:34:44: Das ist spannend!

00:34:45: Denn das dürfen wir ja verraten du bist Dein Sohn Holger, der uns beide zusammengeführt hat.

00:34:52: Also auch Holger hat eine Begeisterung wenn er vom Bäuerhof erzählt.

00:34:57: Er erlebt nicht dort aber er ist sehr oft da und hat diese enge enge Verbundenheit und dieses ausschließlich positiv besetzte.

00:35:06: Aber auch er hatte mir gesagt Als ich ihn gefragt habe was es mit der Zukunft des Bäuerhofs?

00:35:11: Was habt ihr geplant?

00:35:13: Das war auch so eine Mischung aus Gott vertrauen, es wird sich finden und aber es gibt jetzt noch keine konkreten Pläne.

00:35:19: Auch das finde ich spannend dass das so ist.

00:35:22: Ja gut, also Holger ist hier groß geworden.

00:35:25: Holger is mit dem Baujauf eng verwurzelt.

00:35:27: Holgel hat durch mich auch die Lakota Tradition und die Werte des indigenen Seins hatte erfahren.

00:35:34: für ihn ist die Schwitzhütte ja nicht nur ein Ventil sondern auch die Basis für das persönliche Empfinden im Einklang mit der Natur zu sein.

00:35:45: Und er kommt zum Baujauruf macht Schwitz-Hütte Das für ihn es wie ein Auftanken wir das Auffüllen einer Batterie Und wenn Holger aus der Schwütze kommt, ist er ein völlig anderer Mensch als vorher wo er reingegangen ist.

00:35:57: Er braucht auch diese schwützten Zeremonie für sich und ich hoffe dass wir immer die Möglichkeit haben das hier am Bauhof weiter aufrecht zu erhalten.

00:36:07: Holger sagt auch die Menschen, die aus der Schwitzhütte kommen sind um Jahre jünger nach einer Schwitz-Hütte-Seremonie.

00:36:14: Wenn man mal Fotos machen würde beim Vordem reingehen und Fotos wieder rauskommen dann wird man feststellen dass man zwei völlig andere Gesichter sieht.

00:36:24: Ja ich bin sicher das viele Menschen dich ja auch noch einmal dazu fragen wenn sie bei dir sind wenn es diese Besonderheit des Beuerhofes erleben.

00:36:31: Auch da vielleicht jetzt mal gerade eine Frage.

00:36:33: Wenn jemand das erste Mal zu euch kommt Hast du diese Erlebnisse, dass Menschen sagen wow hier ist etwas.

00:36:39: Ich spüre diese Besonderheit des Platzes ich spüre dieses Spiritualität.

00:36:43: Spüren die etwas noch nie da gewesen ist wenn sie wieder abreißen das sie sagen es hat dieser Ort hat etwas mit mir gemacht oder ist das ausschließlich bei euch?

00:36:53: in der Familie

00:36:54: geblieben ist.

00:36:56: Das ist die Background für die meisten Erfahrungen, es kommen Menschen auf dem Platz, die brauchen noch nicht mehr die Schwützhütte gemacht haben oder irgendwas mitgemacht haben.

00:37:04: Die gehen über das Gelände und kommen zu mir und sagen wow was ist denn hier los?

00:37:08: Wo warst du eine Energie?

00:37:10: Und da und dort und so.

00:37:11: Die richtig landen wie auf einem anderen Planeten.

00:37:16: Und diejenigen, die dann auch die Möglichkeit haben die Schwötzhüte mitzumachen, die haben doch mal ne ganz andere Erfahrung plötzlich Antworten geben auf Fragen.

00:37:26: Du gehst in die Schwützte mit Fragen und kriegst Antworten, du gehst raus und fragst nicht mehr.

00:37:33: Ich hab auch mir angewöhnt den Leuten vorher nicht zu sagen was in der Schwützte passiert wie lange das dauert wie heiß es wird.

00:37:40: Die wollen ja alles wissen vorher.

00:37:41: Ja, genau.

00:37:42: Die Leute wollen immer eine Gebrauchsanweisung haben.

00:37:44: Und ich

00:37:45: sage... Du hast es ja schon gemerkt!

00:37:46: Ich habe dir auch schon Fragen gestellt.

00:37:48: Entweder du hast Vertrauen Und hast du das Gefühl, dass du das machen möchtest oder du wartest noch ein bisschen?

00:37:54: Bist du soweit?

00:37:55: Ja.

00:37:57: Diese Verbindung zu dem indianischen, die ja durch diesen Besuch gestartet ist, durch dieses Erkennen, dieses gemeinsame Beschreiten des Platzes... Wie ging es dann weiter?

00:38:09: Wann bist du das erste Mal?

00:38:11: und ich weiß, ihr habt euch dann ja auch gegenseitig besucht aber wann bist Du das erste mal da ins Haus Dakota gewesen und was hast Du dort erlebt?

00:38:19: Als Archie-Gelegenheit gekommen ist, hat er mich ignoriert.

00:38:25: Aber er hat sich mich total indianisch erzogen, indem er mir im Prinzip Gelegenheit gegeben hat zu lernen aber er hat mir nichts beigebracht.

00:38:35: Indianer lehren nicht!

00:38:37: Indianern geben dir die Gelegenkeit zu lernen im Tun.

00:38:40: und das ist der Grund warum ich fünf Jahre lang Feuermann sein durfte Und das Feuerhüten musste dafür sorgen, dass die Steine glühend in eine Schwütte reinkam.

00:38:50: Bevor ich meine eigene Schwütze, die erste Schwützete machen durfte und dann kam der Zeit wo er intensiver mit mir gearbeitet hat.

00:39:00: Er hat ja erst mal dafür gesorgt, dass ich meine Vision suche mache.

00:39:05: Hat den Archie damals in Deutschland gelebt?

00:39:07: Du hast ja gesagt entlang der deutsch-deutschen Grenze, da war die Wiedervereinigung.

00:39:13: Nein, Archie hat immer in Amerika gelebt.

00:39:16: Aber der war in der DDR gefoundet und ist immer in die DDR geflogen um drüben eine DDR seine Arbeit zu machen.

00:39:25: Und Honneke hat ihn ja liebend gerne aufgenommen.

00:39:28: Der hat gesagt du alter armer Indianer der von meinen Erzfeind USA so geschunden worden ist dir werde ich jetzt mal den roten Teppich ausgerollt.

00:39:36: Ah ok, er versteht.

00:39:37: Und hat

00:39:37: den puffiert bis zum geht nicht mehr.

00:39:39: Ah, verstehe.

00:39:41: Archiv war nie lange Zeit drüben.

00:39:42: Er war immer wochenweise vielleicht ein Monat.

00:39:44: auch bei uns war er nie lange zeit wenn es hoch ist fünf sechs Wochen dass er hier war und hat ja auch noch andere Plätze in europa besucht.

00:39:52: der hatte noch Leute in die harte Besuche in holland in Frankreich in der schweiz in österreich hat er andere plätze besucht woher auch seine schwitzhütten leeren weiter verbreitet hat.

00:40:05: Und dennoch auch in der Zwischenzeit, also wenn er nicht da war, war für dich diese Verbundenheit mit dem indianischen Stamm klar und dann sind ja da auch noch mal Sachen daraus entstanden.

00:40:17: Also es gibt jetzt diese enge Verbindung.

00:40:19: Archie war für mich mehr wie ein Vater.

00:40:21: Er ist auch mehr Onkel-Artschiene.

00:40:24: Ja, er war ja nicht so viel älter als ich.

00:40:28: Das sind glaube ich siebzehn Jahre auseinander oder achtzehnt.

00:40:34: als mein Mentor gesehen, also jemand der mich leitet und der mich führt.

00:40:40: Als ich dann irgendwann mal zwischendurch den Platz ... verkaufen wollte, war er denjenige der dann auch verhindert hat dass der Platz verkauft worden ist.

00:40:48: Ah das

00:40:48: gab es dann noch mal?

00:40:49: Es gab diese Straße nochmal

00:40:51: Ein Mensch der also auch Schwitzhütten machte und den Hof unbedingt als Domizil für seine Arbeit gesehen hat und er den Platz kaufen wollte.

00:40:59: Und Archie hat damals mir gesagt warum willst du denn Platz verkaufen?

00:41:05: Ich sagte ja ich muss mich befreien Das wird alles zu teuer und ich muss immer dafür sorgen sein.

00:41:09: Und er hat dann mir das Vertrauen gegeben, das Weite durchzuhalten.

00:41:14: Okay und dann bist du irgendwann ganz zum Baujahrhof gezogen?

00:41:18: Zwei-tausend

00:41:19: fünfzehn-sechzehnt bin ich dann zum Baujoch ganz gezogen.

00:41:22: Ja

00:41:23: ja ja.

00:41:25: Was ist der Baujahof heute?

00:41:26: wir reisen jetzt auch noch mal wieder ein Stück weiter.

00:41:28: dazwischen sind dann eben nochmal zwanzig, fünfundzwanzig Jahre die dort liegen.

00:41:33: was ist in diesen zwanziger Jahren passiert?

00:41:36: Wie ist aus dem Bauhof dann das geworden, was es heute ist?

00:41:40: Ich habe meine Geschäfte hier weitergeführt bis zum Jahr zwei Tausend Sechzehn-Siebzehn.

00:41:45: Dort habe ich mein letztes Objekt, denn das Verlagsobjekt hab' ich verkauft und bin ganz zum Bauhof gezogen um hier auf den Bauhof hundert Prozent meinen Job zu machen und das Projekt in die Zukunft zu führen.

00:41:56: von dem Tag an haben wir den Seminarbetrieb weiter aufgebaut Öffentlichkeitsarbeit gemacht, damals auch schon teilweise über Internet und haben einfach den Platz in die Öffentlichkeit gebracht.

00:42:11: Und leben seitdem von dem was der Platz regeneriert und was reinkommt.

00:42:17: Es ist eine ... Der Boyow ist ein Hotspot für Menschen, die einfach irgendwie mal eine andere Seinsweise, ein anderes Bewusstsein kriegen können.

00:42:28: Das geht am besten eben über das Zusammenleben mit indianischen und traditionellen Werten oder unter anderem geht das am besten damit.

00:42:37: Und vor allen Dingen auch im Einklang mit der Natur, sich wirklich auf die Natur einzulassen.

00:42:42: Das kann man an Beuhof machen weil wir haben hier diese wunderbare Fläche mit über hundertzwanzig tausend Quadratmeter ohne Nachbarn.

00:42:51: Bist du selbst jetzt auch ein Indianer?

00:42:53: Ob ich selbst Indianer bin!

00:42:56: Man kann nicht Indianer sein wenn man nicht als Indianer geboren ist.

00:42:59: Aber ich denke, dass sich eine starke Verbindung zu den indianischen Werten habe und insbesondere auch zur der Familie leben dir.

00:43:07: Ja ja so das heißt also ihr besucht euch regelmäßig?

00:43:11: Ja du hast dann wahrscheinlich auch von dem Leben der Indianer von den Werten von den Traditionen vieles kennengelernt und mit rübergenommen.

00:43:20: Naja Ich hab vier neunzig Also Archie ist neunzentneinzehn gekommen Vierneunzig bin ich zum ersten Mal von ihm eingeladen worden nach Amerika zum Sonnentanz.

00:43:29: Der Sonnentanz ist größte Fest, die größte Veranstaltung oder das größte spirituelle Fest der Indianer findet immer im Juli-August zur heißesten Jahreszeit statt.

00:43:39: Und am Sonnentans hast du die Möglichkeit wirklich indianisch pur.

00:43:44: Das ist keine Veranstaltungen für Touristen.

00:43:46: man kommt da nur rein wenn man ein Mentor hat und jemanden hat der dafür einwirkt.

00:43:51: Und es ist ein Öffentliches.

00:43:53: und sind dort tausendtausend Fünfhundert Indianer in einem Tal, die dann ihr größtes Fest gemeinsam feiern.

00:43:59: Vier Tage den Sonnentanz und du hast die Möglichkeit, dort dich unterstützend einzubringen.

00:44:04: Dieter wie Großartig!

00:44:05: Wie großartig?

00:44:07: Du sagst ja, es ist eben nicht für Touristen Es kann jeder da rein, sondern das ist durch deine besondere Beziehung zu Archie zur Familie entstanden dass du und auch Holger dort sein dürfen.

00:44:21: Es ist heute so, dass ich immer wieder gefragt werde.

00:44:23: Kann ich nicht mal zum Sonnentanz mitkommen?

00:44:25: Dann muss ich für den Menschen... Wenn ich den mitbringe, muss ich erst mal fragen ob ich ihn mitbringen darf und ich muss auch dann die Bürgschaft übernehmen.

00:44:33: Für ihn, dass er sich so verhält wie es aus der Sicht der Indianer als Gast notwendig ist.

00:44:41: Also ich muss die Verantwortung tragen.

00:44:43: Ich würde gerne, dass wir vielleicht in der zweiten Folge darauf noch mal reingehen und dass du uns ein bisschen was zu dem Sonntanz erzählst, vielleicht auch nochmal zu den Zeremonien.

00:44:52: Ich würde sagen für heute erstmal ganz, ganz lieben Dank, dass du die Zeit genommen hast, um das zu erzählen!

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